Thüringer Sportvereine verzeichnen Mitgliederrekord: Fast 392.000 Aktive
Thüringer Sportvereine knacken Mitgliederrekord

Thüringer Sportvereine verzeichnen beeindruckenden Mitgliederzuwachs

Die Sportlandschaft in Thüringen erlebt einen bemerkenswerten Aufschwung. Im vergangenen Jahr stieg die Zahl der Mitglieder in Sportvereinen um fast 7.000 Personen auf knapp 392.000 an. Dieser positive Trend markiert bereits den dritten jährlichen Anstieg in Folge und unterstreicht die wachsende Bedeutung von organisiertem Sport in der Region. Sportvereinsmitglieder machen damit einen beachtlichen Anteil von etwa 18,8 Prozent an der Gesamtbevölkerung Thüringens aus.

Strukturelle Veränderungen und geschlechtsspezifische Entwicklungen

Während die Mitgliederzahlen steigen, verringerte sich die Anzahl der Vereine im selben Zeitraum um 18 auf insgesamt 3.189, da sich einige Organisationen auflösten. Besonders auffällig ist die Mitgliederstruktur nach Geschlecht: Männer sind mit 62,2 Prozent deutlich häufiger in Sportvereinen vertreten als Frauen, die einen Anteil von 37,7 Prozent ausmachen. Dennoch verzeichnete die Zahl der weiblichen Mitglieder einen beachtlichen Zuwachs von fünf Prozent auf 147.744. Zudem meldeten 126 Personen ihr Geschlecht als "divers" und 301 machten keine Angaben dazu.

Nadin Czogalla, Geschäftsführerin für Sportentwicklung und Ehrenamt des Landessportbundes Thüringen, betonte: "Der erneute Zuwachs untermauert die Bedeutung von Sport und Bewegung in Thüringen. Der gleichberechtigte Zugang zum Sport und die gezielte Förderung von Frauen im Vereinssport sind für uns von zentraler Bedeutung. Neben der Gleichstellung bleibt auch die Vielfalt ein wichtiger Schwerpunkt unserer Arbeit."

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Fußball dominiert, aber andere Sportarten gewinnen an Boden

Die mit Abstand größten Zuwächse verzeichneten die Fußballvereine. Der Thüringer Fußball-Verband konnte 1.924 neue Mitglieder begrüßen, wodurch die Gesamtzahl auf 110.516 anstieg. Damit macht Fußball satte 28 Prozent aller im Landessportbund zusammengefassten Sportarten aus. Doch auch andere Disziplinen konnten positive Entwicklungen verzeichnen:

  • Para- und Rehasport verzeichnete Zuwächse
  • Leichtathletik erfreute sich wachsender Beliebtheit
  • Volleyballvereine konnten Mitglieder hinzugewinnen
  • Skisport verzeichnete steigende Teilnehmerzahlen

Vereinsgrößen und demografische Besonderheiten

Im Durchschnitt hatte jeder Thüringer Sportverein 123 Mitglieder. Die größten Vereine des Landes waren:

  1. Fußballclub Carl Zeiss Jena mit 5.595 Mitgliedern
  2. Universitätssportverein Jena mit 3.870 Mitgliedern
  3. FC Rot-Weiß Erfurt mit 3.191 Mitgliedern

Besonders bemerkenswert ist der Mitgliederanteil unter Kindern im Alter von 7 bis 14 Jahren, der mit 51,8 Prozent außergewöhnlich hoch ausfällt. Diese Zahl deutet auf eine nachhaltige Verankerung des Vereinssports in der jungen Generation hin und lässt auf eine positive Zukunftsperspektive für den organisierten Sport in Thüringen hoffen.

Die Entwicklung zeigt deutlich, dass Sportvereine in Thüringen trotz einiger struktureller Herausforderungen weiterhin eine wichtige gesellschaftliche Rolle spielen. Die steigenden Mitgliederzahlen, insbesondere bei Frauen und Kindern, sowie die Diversifizierung der angebotenen Sportarten unterstreichen die Vitalität der thüringischen Sportlandschaft.

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