Schwerer Unfall auf A20 bei Gützkow: Demo-Protest führt zu Massenkarambolage
In Vorpommern hat ein Protestaktion auf einer Autobahnbrücke zu einem folgenschweren Verkehrsunfall mit drei beteiligten Fahrzeugen geführt. Bei dem sogenannten Brückenleuchten auf der A20 bei Gützkow im Landkreis Vorpommern-Greifswald wurde am Donnerstagabend ein 62-jähriger Autofahrer schwer verletzt und musste aus seinem Fahrzeug herausgeschnitten werden.
Unfallhergang mit drei Fahrzeugen
Nach ersten polizeilichen Ermittlungen hatte der 62-jährige Fahrer eines Daihatsu die Demonstranten auf einer Brücke nahe Dersekow über der A20 erblickt. Er leitete daraufhin ein plötzliches und starkes Bremsmanöver ein, was der hinter ihm fahrende Transporterfahrer nicht rechtzeitig bemerkte. Der Transporter fuhr mit hoher Geschwindigkeit auf den Daihatsu auf.
Durch den Aufprall wurden Trümmerteile über die Fahrbahn geschleudert, die einen Tesla trafen, in dem sich eine 44-jährige Frau mit zwei Kindern befand. Der 62-jährige Fahrer des ersten Autos wurde in seinem Fahrzeug eingeklemmt und erlitt schwere Verletzungen. Er wurde in eine Klinik gebracht, während alle anderen Insassen der beteiligten Fahrzeuge unverletzt blieben.
Folgen für den Verkehr und die Fahrzeuge
Die A20 musste in Richtung Pasewalk für die Bergungsarbeiten und die Versorgung des Verletzten über einen längeren Zeitraum voll gesperrt werden. Zwei der drei Unfallfahrzeuge waren so stark beschädigt, dass sie abgeschleppt werden mussten. Die Polizei ermittelt weiter zu den genauen Umständen des Unfalls.
Hintergrund der Protestaktion
Das Brückenleuchten ist eine regelmäßig stattfindende Protestform, bei der Demonstranten auf Brücken über Autobahnen ihrer Kritik an der aktuellen Regierungspolitik Ausdruck verleihen. Die Protestierenden setzen sich insbesondere für Frieden in Kriegsgebieten ein und kritisieren die Auswirkungen der Politik auf Bereiche wie die Energiepreise. Diese Aktion führte nun indirekt zu dem schweren Verkehrsunfall bei Gützkow.



