A24 bei Wöbbelin: Auto durchbricht Baustellen-Absperrung und landet auf Brückenrohbau
A24: Auto landet auf unfertiger Brücke nach Baustellen-Unfall

A24 bei Wöbbelin: Spektakulärer Unfall auf unfertiger Brücke

Ein außergewöhnlicher Verkehrsunfall hat sich am Samstagabend auf der Autobahn 24 bei Wöbbelin ereignet. Ein 72-jähriger Autofahrer durchbrach mit seinem VW Passat die Absperrungen einer Brückenbaustelle und landete schließlich auf dem Rohbau der im Bau befindlichen Autobahnbrücke. Der Vorfall endete glimpflich, doch die Bilder des auf Stahlbewehrung stehenden Fahrzeugs sind spektakulär.

Unfallhergang: Vom Fahrbahnverlauf abgekommen

Nach bisherigen Ermittlungen der Polizei war der Senior gegen 19.20 Uhr auf der A24 in Richtung Hamburg unterwegs. In dem Baustellenbereich folgte er offenbar nicht dem ausgeschilderten Fahrbahnverlauf, sondern durchbrach zunächst die Baustellenabsicherung. Anschließend prallte der Wagen gegen einen Absperrzaun und fuhr über das Ende der bestehenden Brücke hinaus.

Das Auto kam schließlich auf der Stahlbewehrung des Rohbaus zum Stehen – in schwindelerregender Höhe über dem darunterliegenden Gelände. Die Insassen mussten das Fahrzeug über die Fahrertür verlassen, da sich auf der Beifahrerseite direkt der Abgrund der neuen Brücke befand.

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Leichtverletzte lehnen medizinische Hilfe ab

Der 72-jährige Fahrer und seine gleichaltrige Beifahrerin erlitten bei dem spektakulären Vorfall leichte Verletzungen. Beide lehnten jedoch eine Behandlung durch den vor Ort eingetroffenen Rettungsdienst ab und konnten den Unfallort eigenständig verlassen.

Interessant ist, dass nach Polizeiangaben keine Hinweise auf Alkohol- oder Drogeneinfluss vorlagen. Auch die vorgeschriebene Geschwindigkeitsbegrenzung im Baustellenbereich soll nach bisherigen Erkenntnissen eingehalten worden sein. Dies wirft Fragen nach der genauen Unfallursache auf.

Polizei ermittelt zu möglichen Ursachen

Die Polizei hat den Unfall vor Ort aufgenommen und ermittelt nun intensiv zur genauen Ursache. Ein Ermittlungsschwerpunkt liegt dabei auf der Frage, ob der 72-Jährige möglicherweise vom Gegenverkehr geblendet wurde und dadurch die Orientierung verlor.

Weitere mögliche Faktoren werden ebenfalls geprüft:

  • Mögliche Ablenkung während der Fahrt
  • Technische Defekte am Fahrzeug
  • Witterungsbedingungen zum Unfallzeitpunkt
  • Ausreichende Beschilderung der Baustelle

Hoher Sachschaden an Brücke und Fahrzeug

Der materielle Schaden fällt beträchtlich aus: Die Polizei schätzt den Gesamtschaden am Brückenbauwerk, an der Baustellenabsicherung und am VW Passat auf rund 20.000 Euro. Besonders kritisch ist dabei der Schaden an der im Bau befindlichen Brücke, deren strukturelle Integrität nun möglicherweise überprüft werden muss.

Der Vorfall zeigt einmal mehr, wie wichtig eine aufmerksame Fahrweise in Baustellenbereichen ist – selbst wenn Geschwindigkeitsbegrenzungen eingehalten werden. Die Ermittlungen der Polizei dauern an und sollen klären, wie es zu diesem spektakulären Baustellenunfall kommen konnte.

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