Die Zeiten des Stillstands auf der Bahnstrecke Hamburg-Berlin neigen sich dem Ende zu. Die monatelange und durch den Winter verlängerte Generalsanierung steht kurz vor dem Abschluss. Erste Züge rollen bereits zu Testzwecken auf der sanierten Verbindung, wie die Deutsche Bahn mitteilte.
Belastungsfahrten als wichtiger Schritt
Nach umfangreichen Arbeiten an Gleisen, Weichen und Schotter beginnt die Deutsche Bahn mit Belastungsfahrten. Diese Fahrten sind ein zentraler Schritt hin zum regulären Betrieb. Dabei werden die erneuerten Abschnitte unter realen Bedingungen befahren, um die Stabilität der neuen Gleislage zu prüfen und den Schotter endgültig zu setzen. Die Strecke wird nicht nur gebaut, sondern auch wieder „eingefahren“ – ein sichtbarer Fortschritt auf der Zielgeraden der Korridorsanierung.
Rückkehr der Gefahren auf der Strecke
Mit den Testzügen kehren auch die Gefahren zurück. Die Bahn warnt explizit vor dem Betreten von Gleisanlagen, da Oberleitungen teilweise bereits wieder unter Spannung stehen. Während der Bauzeit hatten sich mancherorts Gewohnheiten eingeschlichen, gesperrte Bereiche zu nutzen oder Gleise zu queren. Bahnübergänge, Absperrungen und Hinweisschilder sind jetzt strikt zu beachten.
Wiederinbetriebnahme in zwei Stufen
Der Zugverkehr zwischen Hamburg und Berlin soll in zwei Stufen wieder anlaufen. Mit Betriebsbeginn am 15. Mai können Züge wieder über den fertiggestellten nördlichen Streckenabschnitt von Hamburg bis Hagenow Land fahren. Damit ist auch die Voraussetzung geschaffen, dass die Verkehre von Hamburg in Richtung Schwerin wieder im gewohnten Fahrplan fahren. Die komplette Wiederinbetriebnahme der gesamten Strecke Hamburg–Berlin erfolgt zum kleinen Fahrplanwechsel am 14. Juni mit Betriebsbeginn.
Die Generalsanierung der wichtigen Nord-Süd-Achse war aufgrund des Winters länger als geplant. Nun stehen die Zeichen auf baldige Rückkehr zum Regelbetrieb. Die Bahn bittet die Anwohner und Reisende um Verständnis für die letzten Einschränkungen und erhöhte Vorsicht im Bereich der Gleise.



