Fahrerloses Auto setzt nach Unfall selbst Notruf ab
Fahrerloses Auto setzt nach Unfall Notruf ab

In Sonnefeld, einer Gemeinde im oberfränkischen Landkreis Coburg nahe der Grenze zu Thüringen, hat sich am Dienstag ein kurioser Unfall ereignet. Ein 65-jähriger Autofahrer hatte seinen Wagen auf einer abschüssigen Wiese geparkt, jedoch nicht ausreichend gegen Wegrollen gesichert. Das Fahrzeug setzte sich daraufhin selbstständig in Bewegung, rollte quer über die Wiese und prallte gegen die Aussegnungshalle eines nahegelegenen Friedhofs.

Auto alarmiert Rettungskräfte

Durch die Wucht des Aufpralls wurde ein automatischer Notruf ausgelöst, der die Polizei und den Rettungsdienst auf den Plan rief. Als die Einsatzkräfte am Unfallort eintrafen, zeigte sich der Fahrzeugbesitzer sichtlich verwundert über das Aufgebot. Er konnte sich den Einsatz zunächst nicht erklären, wie die Polizei mitteilte. Erst vor Ort wurde ihm bewusst, dass sein Wagen den Unfall verursacht und selbstständig Hilfe angefordert hatte.

Geringer Schaden an der Friedhofshalle

Glücklicherweise entstand an dem Friedhofsgebäude lediglich ein geringer Sachschaden. Das Auto musste jedoch abgeschleppt werden. Die Polizei ermittelt nun wegen des Vorfalls.

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eCall-Technologie in modernen Autos

Dieser Vorfall verdeutlicht die Funktionsweise der sogenannten eCall-Technologie, die in neueren Fahrzeugen verbaut ist. Wie der ADAC erklärt, sendet das Auto bei einem Unfall, bei dem der Airbag auslöst, automatisch den Unfallort sowie weitere Informationen wie Fahrzeugtyp und Anzahl der Insassen per Satellit an die Notrufzentrale. Dadurch soll der Rettungsdienst schneller am Unfallort eintreffen können als bei einem herkömmlichen Notruf. In diesem Fall funktionierte das System einwandfrei, auch wenn der Fahrer selbst keine Gefahr erkannt hatte.

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