Greuther Fürth: Abstieg droht mit 10 Mio. Euro TV-Verlust
Fürth: Abstieg bedroht Existenz mit 10 Mio. Euro Verlust

Nicht nur sportlich, sondern auch finanziell droht Greuther Fürth ein dramatischer Absturz. Aktuell belegt die Mannschaft von Trainer Alexander Zorniger den 17. Tabellenplatz in der 2. Bundesliga und kämpft um den Klassenerhalt. Doch die Sorgen gehen weit über das Spielfeld hinaus.

Finanzielle Einbußen in der 3. Liga

Sollte der Abstieg Realität werden, müssten die Franken mit einem massiven Rückgang der TV-Einnahmen rechnen. In der laufenden Saison erhält der Verein noch 12,20 Millionen Euro aus dem Medienvertrag. In der 3. Liga wären es dagegen nur rund 1,3 Millionen Euro pro Klub – ein Minus von fast elf Millionen Euro. Zwar gibt es einen sogenannten Fallschirm von 500.000 Euro für Absteiger aus der 2. Bundesliga, doch dieser kann den Verlust kaum abfedern.

Bereits angespannte Haushaltslage

Die finanzielle Schieflage kommt zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr verzeichnete der Verein ein Rekordminus von 4,7 Millionen Euro, das nur durch die Auflösung von Eigenkapital gedeckt werden konnte. Traditionell ist Greuther Fürth auf TV-Gelder und Transfererlöse angewiesen, um wirtschaftlich stabil zu bleiben. Doch auch in diesem Sommer werden die Einnahmen aus Spielerverkäufen begrenzt sein.

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Ein Beispiel dafür ist der Abgang von Top-Stürmer Noel Futkeu. Der 23-Jährige kehrt aufgrund einer aktivierten Rückkaufklausel für lediglich 1,3 Millionen Euro zur Eintracht Frankfurt zurück. Sein Marktwert liegt jedoch deutlich höher, bei etwa fünf Millionen Euro. Solche Konstellationen erschweren die finanzielle Planung zusätzlich.

Derbysieg als letzte Hoffnung

Vor diesem Hintergrund kommt dem 276. Frankenderby am Sonntag um 13.30 Uhr gegen den 1. FC Nürnberg eine existenzielle Bedeutung zu. Nur ein Sieg im Derby kann die Hoffnung auf den Klassenerhalt am Leben erhalten und die Saison vielleicht noch retten. Die Mannschaft und der gesamte Verein stehen unter enormem Druck, die sportliche Wende zu schaffen.

Die Fans hoffen auf ein Wunder, doch die Realität zeigt: Ohne den Klassenerhalt droht ein tiefer Fall in die Drittklassigkeit mit weitreichenden finanziellen Konsequenzen. Die nächsten Wochen werden zeigen, ob das Kleeblatt die Kurve noch bekommt.

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