München erhält zehnjähriges Interimsgebäude am Hauptbahnhof als Übergangslösung
München: Zehnjähriges Interimsgebäude für Hauptbahnhof

München erhält zehnjähriges Interimsgebäude am Hauptbahnhof als Übergangslösung

Bis zur vollständigen Fertigstellung des neuen Münchner Hauptbahnhofs im Jahr 2038 setzt die Deutsche Bahn auf eine provisorische Lösung. Ein Interimsgebäude wird ab März dieses Jahres auf der Bayerstraße errichtet, wo früher Taxis hielten. Dieses soll für etwa zehn Jahre stehen und als "Herzstück" für Passagiere fungieren, wie Projektleiter Kai Kruschinski von der Zweiten Stammstrecke erklärt.

Details zum Interimsbau und weiteren Baumaßnahmen

Das fünftstöckige Gebäude wird in Modulbauweise erstellt und umfasst ein neues Reisezentrum, Schließfächer, ein Fundbüro, Lagerräume, Büros sowie eine Kantine für Mitarbeiter, jedoch keine öffentliche Gastronomie. Die Fertigstellung ist für 2027 geplant, mit Kosten von 20 Millionen Euro. Parallel dazu werden am Starnberger Flügelbahnhof Gebäude abgerissen, um Platz für das Vorhaltebauwerk der U9 zu schaffen.

Die Tiefbauarbeiten am Hauptbahnhof erreichen im Spätsommer ihren tiefsten Punkt bei 45 Metern, wo eine neue Station entstehen soll. Zusammen mit dem S-Bahnhof Marienhof wird dies der tiefste Bahnhof Deutschlands. Kruschinski vergleicht den Baufortschritt mit einem Tetris-Spiel, bei dem nach Fertigstellung eines Abschnitts der nächste beginnt.

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Einschränkungen und Zukunftsperspektiven

Für 2026 sind bereits Einschränkungen geplant: Am S-Bahnhof Laim wird der Bahnsteig abgerissen, was zu reduzierten Halten von S-Bahnen führt. Am Ostbahnhof starten Tiefbauarbeiten und der Bau einer Fußgängerunterführung, mit ersten Sperrungen voraussichtlich zu Ostern. Ab September kommt eine 178 Meter lange Tunnelbohrmaschine zum Einsatz, um einen Erkundungsstollen zwischen Marienhof und Donnersbergerbrücke zu bohren.

Die Zweite Stammstrecke, mit Kosten von rund 9,4 Milliarden Euro, soll das überlastete S-Bahn-Netz entlasten, das ursprünglich für 250.000 Passagiere ausgelegt war, heute aber 850.000 Fahrgäste bewältigt. Kruschinski, ein Olympia-Fan, hofft auf eine Vereinfachung der Bürokratie durch mögliche Olympische Spiele 2036 in München, um den Bau zu beschleunigen.

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