Münchens neuer OB Krause: Verkehrswende und 50.000 Wohnungen als Antwort auf das Wachstum
Münchens OB Krause zu Verkehr, Wohnen und Klischees

Münchens neuer OB Krause setzt auf Verkehrswende und Wohnungsbau

Am Sonntag war Dominik Krause von den Grünen zu Gast beim BR-Sonntags-Stammtisch. Der designierte Oberbürgermeister von München äußerte sich dort ausführlich zu zwei zentralen Themen, die in der bayerischen Landeshauptstadt regelmäßig für Diskussionen sorgen: Verkehr und Wohnen. Seine Aussagen gewinnen vor dem Hintergrund des prognostizierten Bevölkerungswachstums an Bedeutung.

Verkehrsinfrastruktur im Fokus

Laut offiziellen Prognosen wird die Bevölkerung Münchens bis 2045 um etwa 14 Prozent ansteigen, was einem jährlichen Zuwachs von über 220.000 Personen entspricht. Krause betonte, dass dieses Wachstum erhebliche Auswirkungen auf den Verkehr habe. Der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) müsse dringend ausgebaut werden, um mit der steigenden Nachfrage Schritt zu halten. Zudem forderte er eine verbesserte Infrastruktur für den Radverkehr, um die Mobilität in der wachsenden Stadt zu sichern.

Dabei ging Krause auch auf das Klischee der sogenannten Cappuccino-Mamas ein, die angeblich mit Lastenrädern unterwegs seien. Er widerlegte diese Vorstellung und verwies stattdessen auf die praktischen Notwendigkeiten: Breite Fahrradwege seien essenziell für Lastenräder und Lieferdienste wie Amazon, um eine schnelle und effiziente Zustellung von Paketen zu gewährleisten. Am Ende appellierte er an alle Beteiligten, die Aufregung zu reduzieren und auf ein konstruktives Miteinander hinzuarbeiten.

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Ambitionierte Pläne für den Wohnungsbau

Beim Thema Wohnen konfrontierte Wirtschaftsexpertin Anja Kohl Krause mit der Frage nach der Umwidmung von Gewerbeflächen in Wohnflächen, ein Prozess, der oft als teuer und bürokratisch hemmend kritisiert wird. Krause zeigte sich optimistisch und nannte konkrete Maßnahmen:

  • Nachverdichtung und Aufstockungen bestehender Gebäude, um Platz effizienter zu nutzen.
  • Die Umwandlung von leerstehenden Büroflächen, von denen München aktuell 1,8 Millionen Quadratmeter verzeichnet.

Krause betonte, dass es nicht darum gehe, dem Gewerbe etwas wegzunehmen, sondern vielmehr um eine sinnvolle Nutzung vorhandener Ressourcen. Sein Ziel: 50.000 neue Wohnungen in München schaffen, ein ambitioniertes Vorhaben, das er nicht bestreiten wolle. Er kündigte an, sich mit voller Kraft für die Umsetzung einzusetzen und forderte dabei die Unterstützung aller Beteiligten: Nicht nur ich, sondern alle.

Fazit und Ausblick

Die Ausschnitte stammen aus der BR-Sendung Der Sonntags-Stammtisch vom 19. April. Krause positioniert sich damit als Oberbürgermeister, der die Herausforderungen des Wachstums aktiv angeht und auf pragmatische Lösungen setzt. Seine Pläne für Verkehr und Wohnen werden in den kommenden Jahren sicherlich weiter diskutiert werden, während München sich auf eine dynamische Zukunft vorbereitet.

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