Osterferienende bringt volle Autobahnen, aber keine Staukollapse
Mit dem Ende der Osterferien in neun Bundesländern rollen am Wochenende die Rückreisewellen über Deutschlands Fernstraßen. Der Auto Club Europa (ACE) warnt vor besonders hohem Verkehrsaufkommen auf Autobahnen in nördlicher und nordwestlicher Richtung sowie auf Routen von den Küsten der Nord- und Ostsee und rund um große Flughäfen. Dennoch prognostiziert der ADAC, dass lange Staus auf deutschen Autobahnen voraussichtlich ausbleiben werden.
Gründe für das geringere Staurisiko
Laut ADAC treten viele Reisende ihre Rückreise nicht erst am Wochenende vom 10. bis 12. April an, sondern bereits in den Tagen zuvor. Zusätzlich sind weniger Berufspendler als üblich unterwegs, was das Staurisiko weiter senkt. Diese Faktoren verhindern, dass es zu einem großen Verkehrskollaps kommt, obwohl die Straßen voll sein werden.
Betroffene Bundesländer und Regionen
Die Osterferien enden zum Wochenende in folgenden Bundesländern:
- Bayern
- Baden-Württemberg
- Hessen
- Nordrhein-Westfalen
- Rheinland-Pfalz
- Berlin
- Brandenburg
- Sachsen
- Schleswig-Holstein
Nur das Saarland und Thüringen haben noch die folgende Woche schulfrei. Der ACE und der ADAC erwarten erhöhtes Verkehrsaufkommen und Staus in den Großräumen Berlin, Hamburg, Rhein-Ruhr, Rhein-Main, Rhein-Neckar, Stuttgart und München.
Besonders betroffene Autobahnen
Folgende Autobahnen werden voraussichtlich stark belastet sein, oft in beiden Richtungen:
- A 1: Köln – Dortmund – Münster – Bremen – Hamburg – Lübeck
- A 1/A 3/A 4: Kölner Ring
- A 2: Hannover – Berlin
- A 3: Oberhausen – Frankfurt – Würzburg – Nürnberg – Passau
- A 4: Köln – Aachen und Kirchheimer Dreieck – Erfurt – Chemnitz – Dresden – Görlitz
- A 5: Hattenbacher Dreieck – Frankfurt/Main – Karlsruhe – Basel
- A 6: Kaiserslautern – Mannheim – Heilbronn – Nürnberg
- A 7: Flensburg – Hamburg – Hannover – Würzburg – Ulm – Füssen/Reutte
- A 8: Karlsruhe – Stuttgart – München – Salzburg
- A 9: Berlin – Nürnberg – München
- A 10: Berliner Ring
- A 11: Berliner Ring – Stettin
- A 24: Hamburg – Berlin
- A 40: Essen – Duisburg – Venlo
- A 44: Dortmund – Kassel
- A 45: Aschaffenburg – Gießen – Dortmund
- A 59: Düsseldorf – Köln – Bonn
- A 61: Mönchengladbach – Koblenz – Ludwigshafen
- A 81: Würzburg – Heilbronn – Stuttgart – Singen
- A 93: Kiefersfelden – Rosenheim
- A 95: München – Garmisch-Partenkirchen
- A 96: München – Lindau
- A 99: Autobahnring München
Internationale Verkehrssituation
Im Alpenraum sind die Reiserouten stark befahren, da in vielen europäischen Regionen Ferienzeit herrscht. In Österreich kann es auf der West-, Tauern-, Brenner- und Inntalautobahn sowie auf der Arlberg-Schnellstraße (S 16) und dem Fernpass (B 179) zu längeren Fahrzeiten kommen. In der Schweiz sind die Gotthard-Route und die Ausweichstrecke über den San-Bernardino-Tunnel staugefährdet.
Wer aus Italien über den Brennerpass heimfährt, muss mehr Zeit einplanen. Der ADAC erwartet zudem viel Verkehr auf den Fernstraßen zwischen Mailand und Bologna, Bologna und Florenz sowie Verona und Venedig.
Grenzübergänge und Einreise
Mit verstärktem Rückreiseverkehr ist auf den Hauptverbindungen aus Polen und Tschechien zu rechnen. An den Grenzübergängen könnten Wartezeiten entstehen. Dies gilt auch für die Einreise aus anderen Ländern nach Deutschland, insbesondere aus Österreich an den Übergängen Suben (A 3), Walserberg (A 8) und Kiefersfelden (A 93).
Insgesamt bleibt die Lage zwar angespannt, doch dank der gestreckten Rückreisezeiten und weniger Berufspendler sind extreme Staus unwahrscheinlich.



