RB13 zwischen Rehna und Parchim: Zugausfälle bis Mai verlängert
RB13: Zugausfälle bis Mai verlängert

Für viele Pendler zwischen Rehna, Schwerin und Parchim ist die Situation längst mehr als nur eine vorübergehende Einschränkung – es ist ein Dauerärgernis. Ursprünglich war der Schienenersatzverkehr auf der Linie RB13 nur bis zum 5. April angekündigt worden. Doch auch Ende April fahren weiterhin keine Züge. Die Sperrung wurde nun bis mindestens 1. Mai verlängert. Unter den Fahrgästen wächst der Unmut – insbesondere, weil nach den umfangreichen Bauarbeiten in den Jahren 2022 und 2023 kaum nachvollziehbar ist, warum die Strecke erneut wochenlang betroffen ist.

Frust über endlose Sperrungen und fehlende Transparenz

Ein Leser aus Nordwestmecklenburg bringt diesen Frust in einem Schreiben an die Redaktion deutlich zum Ausdruck. Die ständigen Verlängerungen der Sperrung seien „nicht mehr nachvollziehbar“, schreibt er. Besonders kritisiert er die mangelnde Transparenz über die Ursachen. „Diese ständigen Zugausfälle auf der Strecke sind regelrecht ätzend, und keiner nennt einem den Grund dafür.“ Bereits 2022 und 2023 sei die Strecke in den Sommermonaten monatelang gesperrt gewesen, Ersatzbusse hätten für „eine endlose Odyssee“ gesorgt. Damals war unter anderem von einer Generalsanierung die Rede, Schwellen wurden ausgetauscht, Oberbau und Signalanlagen ertüchtigt. Umso größer sei nun das Unverständnis: Warum schon wieder Baustellen?

Wintereinbruch als Ursache für verlängerte Sperrung

Die Ostdeutsche Eisenbahngesellschaft (Odeg), die auf dieser Strecke verkehrt, verweist auf Nachfrage auf die Zuständigkeit der DB InfraGO AG. Planung und Durchführung der Maßnahmen lägen allein beim Infrastrukturbetreiber, teilte das Unternehmen mit. Von der Deutschen Bahn heißt es nun: Ursache der verlängerten Sperrung sind Bauarbeiten zwischen Schwerin und Holthusen, insbesondere im Bahnhof Schwerin-Görries. Dort werden Gleise und Weichen erneuert. Die ursprünglich geplanten Arbeiten hätten sich wegen des „außergewöhnlich starken und lang andauernden Wintereinbruchs in Norddeutschland“ verlängert, so ein Bahnsprecher. Durch diese Sanierungen kann die Odeg zwischen Rehna, Schwerin Hauptbahnhof und Parchim derzeit nicht fahren.

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RB13 im Norden ohne Service abgeschnitten

Hinzu kommt ein betriebliches Problem: Weil die nördliche RB13 während der Sperrung von wichtigen Serviceeinrichtungen abgeschnitten ist – darunter Tankmöglichkeiten, Werkstattinfrastruktur und Abstellanlagen – kann auch ein isolierter Betrieb auf dem Abschnitt Schwerin–Gadebusch–Rehna nicht stattfinden. „Aus diesen betrieblichen Gründen kann die Odeg den Verkehr auch auf diesem Abschnitt derzeit nicht aufrechterhalten“, so der Bahnsprecher. Nach aktuellem Stand soll der Zugverkehr zum 1. Mai wieder aufgenommen werden.

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