Neue Tankregelung führt zu Preissprung in Dessau - Kein Aprilscherz
Seit Mittwoch, dem 1. April 2026, gilt in Deutschland eine neue gesetzliche Regelung für Tankstellen: Diese dürfen den Spritpreis nur noch ein Mal pro Tag erhöhen, jedoch jederzeit senken. Bereits zum Start der Maßnahme zeigte sich in Dessau ein deutlicher Effekt.
Sechs Cent Preissprung an Aral-Tankstelle
Um Punkt 12 Uhr mittags sprang der Preis für Diesel an der Aral-Tankstelle in der Dessauer Junkersstraße um satte sechs Cent von 2,34 auf 2,40 Euro pro Liter. Dieser abrupte Anstieg bestätigte Befürchtungen von Experten, die vor Inkrafttreten der sogenannten Benzinpreisbremse einen finalen Preisschub prognostiziert hatten.
Die Vorbereitungen im Vorfeld waren bereits deutlich spürbar. Am Dienstag, dem Vortag des Gesetzes, kletterte der Dieselpreis an derselben Tankstelle von 2,37 Euro auf bis zu 2,40 Euro zur Mittagszeit. Über den Nachmittag schwankten die Werte auf hohem Niveau, bevor sie über Nacht bei 2,40 Euro einfroren.
Preise deutlich über Bundesdurchschnitt
Beide notierten Preise – sowohl der Ausgangswert von 2,34 Euro als auch der neue Preis von 2,40 Euro – liegen deutlich über dem aktuellen bundesweiten Durchschnitt von 2,33 Euro pro Liter Diesel. Damit positioniert sich Dessau in einer teureren Liga, was die Kraftstoffkosten betrifft.
Günstigere Alternativen in Mildensee
Wirkliche Schnäppchen waren am Mittwoch in Dessau jedoch Mangelware. Die Kaufland-Tankstelle in Mildensee bot Diesel zur Mittagszeit für 2,34 Euro pro Liter an. Am günstigsten tankten Autofahrer erneut an der Gress und Zapp-Tankstelle, ebenfalls in Mildensee gelegen. Dort wurde der Literpreis für eine ganze Woche auf 2,24 Euro festgelegt – ein bemerkenswerter Kontrast zu den Entwicklungen in der Dessauer Innenstadt.
Die neue Regelung zeigt somit unmittelbare Auswirkungen auf den lokalen Markt, wobei die Preisdynamik zwischen verschiedenen Anbietern und Stadtteilen stark variiert.



