Nach Jahrzehnten: Zugverkehr zwischen Greifswald und Lubmin kehrt zurück
Zugverkehr Greifswald-Lubmin kehrt nach Jahrzehnten zurück

Historische Bahnverbindung kehrt zurück: Greifswald wieder mit Zug an die Ostsee

Nach einer Unterbrechung von mehr als einem Vierteljahrhundert wird der Zugverkehr zwischen der Universitätsstadt Greifswald und dem Ostseebad Lubmin in diesem Sommer wieder aufgenommen. Das Verkehrsministerium in Schwerin hat bestätigt, dass der Personenverkehr auf der historischen Bahnstrecke während der Sommerferien reaktiviert werden soll. An Wochenenden werden mehrere Zugverbindungen die etwa 25 Kilometer lange Strecke bedienen.

Eine lange Pause endet

Der reguläre Personenverkehr auf der Bahnlinie wurde bereits im Jahr 1999 eingestellt, nachdem die Strecke ursprünglich Ende der 1960er Jahre im Zusammenhang mit dem Kernkraftwerk Lubmin errichtet worden war. Zuletzt gab es im vergangenen Jahr lediglich Sonderfahrten anlässlich des MV-Tages. Die Fahrzeit zwischen Greifswald und dem Ostseebad beträgt etwa 30 Minuten und bietet damit eine schnelle Verbindung von der Stadt an die Küste.

Touristische Bedeutung und politische Unterstützung

„Gerade an Sommerwochenenden ist die Nachfrage hoch“, betonte Ines Jesse, Staatssekretärin im Schweriner Verkehrsministerium. „Mit der Verbindung schaffen wir eine einfache und direkte Anreise an die Küste.“ Die Reaktivierung der Strecke wird von regionalen Politikern ausdrücklich begrüßt. Michael Sack (CDU), Landrat von Vorpommern-Greifswald, erklärte, dass die Maßnahme den Tourismus in der Region deutlich stärken werde.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Greifswalds Oberbürgermeister Stefan Fassbinder (Grüne) ergänzte: „Viele Menschen in Greifswald fahren regelmäßig nach Lubmin, sei es für Ausflüge an den Strand oder Besuche bei Freunden und Familie. Eine zuverlässige Bahnverbindung macht diese Fahrten komfortabler und umweltfreundlicher.“

Praktische Details noch in Planung

Konkrete Informationen zu Fahrplan, Starttermin und Ticketpreisen stehen laut Carsten Werfel, Geschäftsführer der VMV-Verkehrsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern, noch aus. „Wir werden die Öffentlichkeit informieren, sobald unsere Planungen abgeschlossen sind“, versicherte Werfel. Die Wiederaufnahme des Zugverkehrs markiert einen wichtigen Schritt für die regionale Mobilität und touristische Infrastruktur in Vorpommern.

Die Entscheidung fällt in eine Zeit, in der viele Regionen in Deutschland über die Reaktivierung stillgelegter Bahnstrecken nachdenken, um nachhaltige Mobilitätslösungen zu schaffen. Die Greifswald-Lubmin-Verbindung könnte damit zu einem Modellprojekt für ähnliche Vorhaben in anderen Küstenregionen werden.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration