Businesspark A24: Wirtschaftsmotor mit Wohnungsnot und Energiewende
Der Businesspark A24 im Landkreis Ludwigslust-Parchim gilt als beeindruckende Erfolgsgeschichte der regionalen Wirtschaft. Zahlreiche namhafte Unternehmen haben sich hier angesiedelt und bieten tausenden Menschen Arbeitsplätze, die Waren für den deutschen und internationalen Markt produzieren. Doch dieser Wirtschaftsriese ist kein Selbstläufer – täglich müssen Herausforderungen bewältigt werden, um den erreichten Standard zu halten. Zwei zentrale Probleme stehen dabei im Fokus: die Bereitstellung von bezahlbarem Wohnraum für Mitarbeiter und die nachhaltige Wärmegewinnung für die Zukunft.
Wohnungsnot: Eine akute Herausforderung für internationale Arbeitskräfte
Eine der größten Hürden für die Unternehmen im Businesspark A24 ist die Unterbringung ihrer Mitarbeiter. Viele Beschäftigte rekrutieren sich aus Menschen, die aus dem Ausland nach Deutschland gekommen sind, um hier zu arbeiten. Große Player wie DeLaval oder das Fleischwerk Edeka Nord haben dieses Problem bereits an Landrat Stefan Sternberg herangetragen. Edeka erwog sogar den Bau eines eigenen Wohnheims für Arbeiter, doch bisher sind diese Pläne nicht umgesetzt worden.
Der Konzern stellt aktuell in Valluhn und Umgebung etwa 170 Betten für Mitarbeiter des NORDfrische Centers zur Verfügung. „Wir prüfen weiterhin alle Optionen für weitere zukünftige Unterbringungsmöglichkeiten von Mitarbeitenden“, teilt Edeka mit. Diese Aussage verdeutlicht indirekt, dass bezahlbarer Wohnraum in der Nähe des Businesspark A24 knapp ist. Landrat Sternberg hat bei seinem letzten Besuch bei DeLaval signalisiert, dass man sich intensiver um dieses Thema kümmern wolle.
Geothermie: Nachhaltige Energie aus der Tiefe
Während die Wohnungsfrage noch ungelöst ist, gibt es bei der Energiewende bereits konkrete Fortschritte. Das Fleischwerk von Edeka strebt eine klimaneutrale Energieversorgung an und setzt dabei auf oberflächennahe Geothermie. Hierfür wurden Hochleistungsenergiepfähle (HEP) metertief in die Erde getrieben, um die konstante Temperatur von etwa zehn Grad ab einer Tiefe von zehn Metern zu nutzen.
Diese Technologie soll die Beheizung des Logistikbetriebs ermöglichen und befindet sich aktuell in der Hochlaufphase. „Die Nutzung oberflächennaher Geothermie ist Bestandteil unserer langfristigen Energiestrategie, die auf Effizienz, Flexibilität und eine höhere Eigenversorgung ausgerichtet ist“, erklärt Edeka. Zusätzlich setzt der Konzern auf einen kürzlich in Betrieb genommenen Photovoltaik-Park entlang der A24 und den Bezug von Grünstrom, um die CO₂-Neutralität weiter voranzutreiben.
Zukunftssicherung durch Innovation und Engagement
Die Erfolgsgeschichte des Businesspark A24 wird somit durch kontinuierliche Anpassungen und Investitionen in nachhaltige Lösungen weitergeschrieben. Die Kombination aus:
- Engagement für bezahlbaren Wohnraum
- Innovativen Energietechnologien wie Geothermie und Photovoltaik
- Strategischer Partnerschaft zwischen Unternehmen und Kommunalpolitik
sichert die wirtschaftliche Bedeutung des riesigen Areals für den Landkreis Ludwigslust-Parchim. Nur durch diese ganzheitliche Herangehensweise kann der Businesspark A24 auch in Zukunft eine tragende Säule der regionalen Wirtschaft bleiben.



