Seit einigen Tagen ist es wieder so weit: Im Botanischen Garten Halle zieht ein außergewöhnlicher Baum die Blicke zahlreicher Besucher und Fans auf sich: der Taschentuchbaum. Seinen Namen erhielt er aufgrund einer botanischen Besonderheit. Alljährlich im Mai steht der Baum in voller Pracht, doch die Bezeichnung „Blüte“ ist nicht ganz korrekt.
Warum der Taschentuchbaum so besonders ist
Der Taschentuchbaum, auch als Taubenbaum bekannt, trägt weiße Hochblätter, die an Taschentücher erinnern. Diese Hochblätter umgeben die eigentlichen, unscheinbaren Blüten. Botanisch gesehen handelt es sich also nicht um Blütenblätter, sondern um modifizierte Blätter, die Insekten anlocken sollen. Der Baum stammt ursprünglich aus China und Japan und wird in Mitteleuropa oft als Zierpflanze in botanischen Gärten kultiviert.
Standort und Besucherinformationen
Der Taschentuchbaum im Botanischen Garten Halle befindet sich in der Nähe des Haupteingangs. Er ist gut ausgeschildert und zieht jedes Jahr zahlreiche Schaulustige an. Der Garten ist täglich geöffnet, der Eintritt ist kostenpflichtig. Besonders im Mai lohnt sich ein Besuch, wenn der Baum in voller „Blüte“ steht.
Der Botanische Garten Halle ist nicht nur für den Taschentuchbaum bekannt, sondern beherbergt eine Vielzahl seltener Pflanzenarten aus aller Welt. Ein Spaziergang durch die thematisch angelegten Beete und Gewächshäuser bietet eine willkommene Abwechslung vom Alltag und lädt zum Verweilen ein.
Wer den Taschentuchbaum in voller Pracht erleben möchte, sollte die nächsten Tage nutzen, denn die Hochblätter halten nur etwa zwei bis drei Wochen. Danach verfärben sie sich und fallen ab. Ein Besuch lohnt sich also nur kurze Zeit im Jahr. Planen Sie Ihren Ausflug rechtzeitig und genießen Sie dieses Naturschauspiel.



