Das Ende einer Ära: Batic und Leitmayr verabschieden sich vom Münchner Tatort
Nach mehr als drei Jahrzehnten im Dienst der Münchner Mordkommission haben die legendären Kommissare Ivo Batic und Franz Leitmayr ihren letzten Fall gelöst. Die ARD strahlte am Ostermontag die finale Doppelfolge „Unvergänglich“ aus, die den 100. und zugleich abschließenden Einsatz des beliebten Duos markiert.
Ein knappes Überleben und ein emotionaler Abschied
Die Schauspieler Miroslav Nemec und Udo Wachtveitl hatten sich im Vorfeld explizit gewünscht, dass ihre Figuren den Abschied überleben sollten. Dieser Wunsch wurde erfüllt, wenn auch unter dramatischen Umständen. In der finalen Szene wird Franz Leitmayr nach einem heftigen Showdown mit dem Gegenspieler blutüberströmt und reglos abtransportiert, was für einige beängstigende Momente sorgt.
Sein Kollege Ivo Batic hatte ihm zuvor noch eindringlich zugerufen: „Spinnst Du, willst Du Dich im letzten Fall erschießen lassen?“ Doch die Sorge war unbegründet. Leitmayr wird heldenhaft von seinem ehemaligen Assistenten und nunmehrigen Nachfolger Kalli Hammermann, gespielt von Ferdinand Hofer, gerettet.
Ein roter Porsche und kroatische Sonne
Das Finale bietet den Zuschauern ein versöhnliches Bild: Beide Kommissare stehen gemeinsam unter kroatischer Sonne und reiten symbolisch in einem roten Porsche in den Sonnenuntergang. Dieser Moment wird musikalisch von dem Song „Only You“ untermalt, der bereits in ihrem allerersten Fall „Animals“ vor fünfunddreißig Jahren aus den Lautsprechern desselben Fahrzeugs erklang.
Bis zur letzten Minute wurde das genaue Ende der Serie geheim gehalten. Miroslav Nemec äußerte sich während der Dreharbeiten zum letzten Fall: „Wir haben uns gewünscht, dass sie leben, also dass sie Freude am Leben haben und deswegen haben wir gesagt, das müsste nicht sofort zum Tod führen, letal werden. Aber das steht dann immerhin noch der Redaktion zu. Und es kann immer noch Überraschungen geben.“
Die Zukunft als Privatermittler
Udo Wachtveitl spekulierte damals humorvoll über alternative Enden: „Es könnte natürlich auch eine Überlegung derart eine Rolle spielen, dass man uns wirklich totmacht, damit wir nicht nochmal auferstehen.“ Aus Sicherheitsgründen, wie er scherzhaft anmerkte.
Der Bayerische Rundfunk entschied sich jedoch für eine offene Tür. Obwohl Batic und Leitmayr ihren letzten Fall bereits als Pensionäre lösten und damit, wie Kalli es ausdrückte, „einen ordentlichen Abgang hingelegt“ haben, können sie nicht vom Verbrechen lassen. Sie werden fortan als Privatermittler arbeiten. Die abschließende Botschaft lautet vielversprechend: „Unser erster Fall wartet schon.“
Damit endet eine Ära des deutschen Fernsehkrimis, die Generationen von Zuschauern geprägt hat. Die beiden Schauspieler hinterlassen ein bleibendes Vermächtnis und die Möglichkeit, dass ihre Charaktere in Zukunft vielleicht doch noch einmal auferstehen könnten.



