Jackson-Familien-Zoff bei Filmpremiere: Paris und Janet schwänzen „Michael“-Biopic
In Hollywood fand am Montag ein großes Schaulaufen der Jackson-Familie statt. Anlässlich der Premiere der Filmbiografie „Michael“ über den legendären King of Pop Michael Jackson (†50) versammelten sich zahlreiche Familienmitglieder im berühmten Dolby Theatre in Los Angeles. Von Marlon Jackson (69) über LaToya Jackson (69) bis hin zu Prince Michael (29), Jermaine Jackson (71) und Jackie Jackson (74) – die Öffentlichkeit erlebte ein Zusammentreffen der Jacksons, wie es lange nicht mehr zu sehen war.
Weltpremiere in Berlin als Vorgeschmack
Bereits am 10. April hatten Michaels Brüder Jermaine, Jackie und Marlon zusammen mit seinen Söhnen Prince und Bigi (24) sowie seinen Neffen Jermajesty (25), Randy Junior und Jafaar (29) die Weltpremiere in Berlin besucht. Besonders bemerkenswert: Jafaar Jackson verkörpert in dem neuen Film seinen weltberühmten Onkel Michael Jackson und sorgt mit seiner verblüffenden Ähnlichkeit für Aufsehen.
Doch genau wie in der deutschen Hauptstadt fehlten auch bei der Premiere in Los Angeles einige namhafte Familienmitglieder. Auffällig abwesend waren Michaels Tochter Paris Jackson (28) und seine Schwester Janet Jackson (59). Dieser Boykott hat triftige Gründe, die tief in familiären Konflikten wurzeln.
Inhalt des neuen Jackson-Films
Der Film „Michael“ startet am 22. April in den deutschen Kinos und erzählt das bewegte Leben des King of Pop. Das Biopic führt die Zuschauer durch die ersten drei Jahrzehnte von Michael Jacksons Karriere – von seinen Anfängen bei den „Jackson 5“ unter der strengen Führung seines Vaters Joseph Jackson (†89) bis zum Beginn seiner epischen „Bad“-Tournee im Jahr 1988. Zu diesem Zeitpunkt zählte Michael Jackson bereits zu den größten Solokünstlern aller Zeiten.
Produziert wird das Filmprojekt in direkter Zusammenarbeit mit den Nachlassverwaltern John Branca (75) und John McClain. Diese enge Kooperation mit dem Jackson-Erbe sorgt jedoch für kontroverse Diskussionen über die Objektivität der Darstellung.
Familieninterner Konflikt eskaliert
Kritiker befürchten eine zu positive und einseitige Darstellung des Superstars. Und auch innerhalb der Jackson-Familie brodelt es gewaltig. Paris Jackson äußerte sich bereits vor Monaten auf Instagram und warf dem Film vor, eine Menge „satter Lügen“ über das Leben ihres Vaters zu enthalten. Sie betonte, selbst nicht in die Produktion involviert gewesen zu sein und dass alle ihre Verbesserungsvorschläge ignoriert worden seien.
Bei einem privaten Screening soll auch Schwester Janet Jackson den Film scharf kritisiert haben. Laut Berichten von „TMZ“ eskalierte die Situation anschließend in einem hitzigen Telefonat zwischen den Familienmitgliedern. Jermaine Jackson soll Janet dabei sogar als „extrem eifersüchtig“ auf Michael und sein künstlerisches Vermächtnis bezeichnet haben.
Abwesenheit spricht Bände
Die anwesenden Jackson-Familienmitglieder ließen sich während der glamourösen Premiere in Los Angeles nichts von den internen Konflikten anmerken. Sie posierten lächelnd für die Kameras und feierten den Film gebührend. Doch die auffällige Abwesenheit von Paris und Janet Jackson spricht eine deutliche Sprache über die anhaltenden Spannungen innerhalb der Familie.
Unklar bleibt hingegen, warum auch Mutter Katherine Jackson (95) und Michaels Neffe TJ Jackson (47) nicht anwesend waren. TJ Jackson hatte sich nach dem Tod des King of Pop gemeinsam mit Katherine um Michaels Kinder gekümmert und spielt normalerweise eine zentrale Rolle in Familienangelegenheiten.
Die Premiere von „Michael“ zeigt somit nicht nur die filmische Würdigung eines Musiklegenden, sondern offenbart auch die fortbestehenden Risse innerhalb der ikonischen Jackson-Familie. Während ein Teil der Familie das Erbe feiert, distanzieren sich andere kritische Stimmen von der Darstellung Michael Jacksons im neuen Biopic.



