Mario Adorf (†95) findet letzte Ruhe auf berühmtem Meeresfriedhof in Saint-Tropez
Mario Adorf: Letzte Ruhe auf Meeresfriedhof in Saint-Tropez

Filmlegende Mario Adorf findet ewige Ruhe an der Côte d'Azur

Die deutsche Filmikone Mario Adorf, der am 8. April 2026 im Alter von 95 Jahren friedlich in seiner Pariser Wohnung verstarb, wird seine letzte Ruhestätte auf dem weltberühmten Cimetière marin in Saint-Tropez finden. Dieser außergewöhnliche Friedhof, der direkt am glitzernden Mittelmeer liegt, ist bereits die letzte Heimat zahlreicher prominenter Persönlichkeiten geworden.

Ein Friedhof wie aus einem Film

Der Cimetière marin von Saint-Tropez wirkt mit seinen weißen Steinen, engen Wegen, schlanken Zypressen und dem atemberaubenden Meerblick eher wie eine Filmkulisse als wie ein traditioneller Friedhof. Hier herrscht eine Atmosphäre der Ewigkeit, die perfekt zur Legende Mario Adorf passt, der diesen Ort zeitlebens besonders schätzte.

In seinem letzten Interview mit BILD äußerte sich der Schauspieler begeistert: „Der Friedhof in Saint-Tropez ist wunderschön. Direkt am Meer.“ Für Adorf war Saint-Tropez mehr als nur ein Urlaubsort – es war sein persönliches Paradies, wo er mit seiner Ehefrau Monique Faye viele glückliche Sommer verbrachte.

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In bester Gesellschaft: Bardot und andere Legenden

Erst vor wenigen Monaten wurde auf diesem besonderen Friedhof die französische Filmikone Brigitte Bardot (†91) im Familiengrab beigesetzt. Für Mario Adorf hatte Bardot eine besondere Bedeutung: Sie war es, die ihn Ende der 1960er Jahre mit seiner großen Liebe Monique Faye zusammenbrachte.

Neben Bardot fanden auf dem Cimetière marin auch andere prominente Persönlichkeiten ihre letzte Ruhe, darunter der Regisseur Roger Vadim (†72) und der Musikproduzent Eddie Barclay (†84). Der Friedhof gilt als letzte Ruhestätte für jene, die Saint-Tropez maßgeblich geprägt haben – und Mario Adorf gehörte zweifellos dazu.

Ein Leben ohne konventionellen Glauben

Obwohl Mario Adorf formal Mitglied der katholischen Kirche blieb, bekannte er sich in seinen späteren Jahren zu einem Leben ohne konventionellen Glauben. „Ich bin nie ausgetreten, um etwa Kirchensteuer zu sparen“, erklärte er im vergangenen Jahr. „Ich bin katholisch aufgewachsen, zum Teil im Waisenhaus.“ Die strengen Nonnen und der tägliche Messbesuch prägten seine Jugend, doch einen echten Glauben entwickelte er nie.

Stattdessen glaubte Adorf an das Leben selbst und seine natürliche Endlichkeit. In seinem letzten Gespräch mit BILD sagte er: „Ich habe auch keinen Ehrgeiz, noch älter zu werden. Mein Professor an der Uni in Mainz saß mit 100 im Rollstuhl. Damals dachte ich mir: Nein, das möchte ich nicht. So alt will ich nicht werden.“

Das persönliche Vermächtnis

Mario Adorf hinterlässt seine Ehefrau Monique Faye, mit der er über fünf Jahrzehnte glücklich verheiratet war. Aus einer früheren Beziehung mit der Schauspielerin Lis Verhoeven (†88) stammt seine Tochter Stella (62), die ihm Enkelsohn Julius (22) schenkte. Die Familie wird den Verlust des charismatischen Schauspielers tief betrauern, kann sich aber trösten in dem Wissen, dass er an einem Ort ruht, den er besonders liebte.

Die Beisetzung auf dem Cimetière marin von Saint-Tropez markiert den würdevollen Abschluss eines außergewöhnlichen Lebens, das die deutsche Filmlandschaft nachhaltig geprägt hat. Mit Blick auf das Mittelmeer, das er so sehr schätzte, findet Mario Adorf nun seine ewige Ruhe in bester Gesellschaft anderer kultureller Ikonen.

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