Simon Rattle und das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks sorgten in der Isarphilharmonie für einen außergewöhnlichen Konzertabend. Die AZ-Kritik hebt hervor, dass mehr Energie und weniger Routine geboten wurden. Unter der Leitung von Sir Simon Rattle erlebte das Publikum eine mitreißende Darbietung, die sich von früheren Aufführungen abhob.
Ein Abend voller Überraschungen
Das Konzert begann mit einer unerwarteten Wendung: Lady Rattle, die Ehefrau des Dirigenten, betrat das Podium und dirigierte ihren Mann. Diese besondere Geste brachte eine persönliche Note in den Abend und wurde vom Publikum mit Begeisterung aufgenommen. Die Musiker des BR-Orchesters zeigten sich von ihrer besten Seite und spielten mit einer Präzision und Leidenschaft, die ihresgleichen sucht.
Programm und Interpretation
Das Programm umfasste Werke von Beethoven und Brahms, die unter Rattles Leitung eine neue Interpretation erfuhren. Besonders hervorzuheben ist die Sinfonie Nr. 7 von Beethoven, die mit einer ungewohnten Dynamik und Frische dargeboten wurde. Die Musiker folgten Rattles energischem Dirigat und schufen so ein Klangerlebnis, das lange nachhallte.
Insgesamt war der Abend ein Beweis dafür, dass Simon Rattle auch nach vielen Jahren im Musikgeschäft noch immer in der Lage ist, sein Orchester zu Höchstleistungen zu führen. Die AZ vergibt vier von fünf Sternen für dieses Konzert, das in Erinnerung bleiben wird.



