Die Bühne des Hofspielhauses wird derzeit zum Schauplatz eines besonderen Vergnügens: "Schrecklich amüsant – aber in Zukunft ohne mich" nennt sich das Stück, das mit charmantem Do-It-Yourself-Flair und urkomischen Einfällen punktet. Doch die Inszenierung bleibt nicht ohne Kritik.
Ein Abend voller Peinlichkeiten
Der Titel verspricht nicht zu viel: Die Zuschauer erleben einen Luxusliner der Peinlichkeiten, der auf unterhaltsame Weise die Absurditäten des Alltags zelebriert. Die Darsteller Bettina Hamel, Michael Stadler und Alexander Wagner liefern eine beeindruckende Performance, die zwischen Slapstick und feiner Ironie pendelt.
DIY-Ästhetik trifft auf Komik
Besonders hervorzuheben ist die liebevoll gestaltete Bühnenausstattung, die mit einfachen Mitteln eine ganz eigene Welt erschafft. Die Inszenierung lebt von ihren spontanen Einfällen und dem Mut, auch mal ins Leere zu laufen. Doch genau das ist auch der Punkt, der Kritiker auf den Plan ruft: Nicht jeder Gag zündet, und manche Szenen wirken überzogen.
Trotz dieser Schwächen bleibt der Abend ein unterhaltsames Erlebnis für alle, die sich auf skurrilen Humor einlassen können. Wer jedoch eine klassische Theateraufführung erwartet, wird vielleicht enttäuscht sein. Das Stück ist ein mutiges Experiment, das zeigt, wie vielseitig Theater sein kann.
Fazit: "Schrecklich amüsant – aber in Zukunft ohne mich" ist eine gelungene Mischung aus Komik und Kreativität, die jedoch nicht jeden Geschmack trifft. Für Liebhaber des unkonventionellen Theaters ist es ein absolutes Muss.



