Güstrower Dom wird 800 Jahre alt: Ausstellung sammelt emotionale Erinnerungen
Der Güstrower Dom feiert in diesem Jahr ein bedeutendes Jubiläum: 800 Jahre seit seiner Gründung. Anstatt sich ausschließlich auf architektonische oder historische Fakten zu konzentrieren, setzt die geplante Ausstellung auf die persönlichen Geschichten der Menschen, die mit diesem imposanten Gotteshaus verbunden sind. Die Schau mit dem Titel „Unser Dom – Beziehungsgeschichten“ wird am 3. Mai eröffnet und lädt alle Güstrower ein, ihre individuellen Erlebnisse zu teilen.
Menschen im Mittelpunkt der Dom-Geschichte
„800 Jahre Dom ist vor allem Beziehungsgeschichte von Menschen, die hier im Dom zu Hause sind“, betont Joachim Voss, Mitglied des Kirchengemeinderats und Mitorganisator der Ausstellung. Die Initiative verzichtet bewusst auf eine reine Darstellung von Baugeschichte oder kirchlichen Daten. Stattdessen sollen die vielfältigen Erfahrungen der Bürger im Vordergrund stehen.
Die Bandbreite der möglichen Beiträge ist enorm:
- Hochzeiten und Konfirmationen, die im Dom stattfanden
- Erinnerungen an besondere Predigten oder spirituelle Begegnungen
- Persönliche Verbindungen zu bestimmten Figuren oder Kunstwerken im Kirchenraum
- Historische Ereignisse wie die Wendezeit 1989, in der der Dom eine zentrale Rolle spielte
- Besuche prominenter Persönlichkeiten oder große Gemeindeveranstaltungen
Joachim Voss selbst hat tiefe persönliche Bindungen zum Dom: „Ich hatte hier meine erste Arbeitsstelle als Gemeindediakon ab 1983, und meine Frau Marie-Luise und ich wurden hier getraut. Diese Erlebnisse verbinden uns sehr mit diesem Ort“, erzählt er. Solche emotionalen Geschichten – ob ernst oder fröhlich – sind ausdrücklich erwünscht, da sie die lebendige Beziehung zwischen den Menschen und ihrem Dom sichtbar machen.
Beiträge bis Mitte April einreichen
Für die Ausstellung werden verschiedene Formate gesucht:
- Fotografien, Plakate, Grafiken oder Malereien im Format bis A3
- Plastische Arbeiten mit einer Grundfläche von maximal 30 x 40 Zentimetern
Interessierte können ihre Beiträge bis Mitte April entweder im Dombüro oder direkt im Dom abgeben. Wichtig ist, dass die Einreichungen von den notwendigen Angaben begleitet werden, die in einem speziellen Flyer detailliert beschrieben sind. Diese Informationen gewährleisten die korrekte Zuordnung und Präsentation der Exponate.
Feierliche Eröffnung im Mai
Die Ausstellung wird im Anschluss an den Gottesdienst am 3. Mai eröffnet, der um 10 Uhr beginnt. Die Veranstalter laden ausdrücklich alle Bürger herzlich ein, an diesem besonderen Moment teilzunehmen und die gesammelten Geschichten zu entdecken. Diese einzigartige Herangehensweise an das Domjubiläum unterstreicht, dass ein Gebäude nicht nur aus Steinen besteht, sondern vor allem durch die Menschen, die es mit Leben füllen, seine wahre Bedeutung erlangt.



