Die Schlagzeilen sind düster: Dauerstress in der Koalition, kein Ende des Irankriegs in Sicht und die Klimakrise bedroht die Erde. Viele Menschen fühlen sich überwältigt. Doch Wissenschaftsjournalist Dirk Steffens plädiert für einen aktiven Optimismus. Im SPIEGEL-Podcast "Smarter leben" erklärt er, warum Pessimismus der schlechteste Ratgeber ist.
Der Negativity Bias verzerrt unsere Wahrnehmung
Steffens weist auf den sogenannten Negativity Bias hin: Unser Gehirn reagiert stärker auf negative als auf positive Nachrichten. Das führt dazu, dass wir hoffnungsvolle Entwicklungen übersehen. Wenn dann noch persönliche Ärgernisse wie verspätete Züge oder steigende Benzinpreise hinzukommen, entsteht schnell das Gefühl: "Deutschland ist am Arsch, alles geht den Bach runter." Dabei setzen wir uns aus wenigen persönlichen Erfahrungen ein verzerrtes Weltbild zusammen.
Die Lage ist ernst – aber nicht hoffnungslos
Steffens beschönigt nichts: Er räumt ein, dass Infrastruktur und Wirtschaft in Deutschland bessere Zeiten gesehen haben und dass sieben der neun planetaren Grenzen überschritten sind. Doch gerade deshalb sei Pessimismus kontraproduktiv. "Du kannst Probleme nicht lösen, wenn du es nicht wenigstens versuchst", betont er. Optimismus bedeute nicht naives Hoffen, sondern aktives Handeln. Wer nicht handle, habe keine Zukunft.
Wie wir aus der Weltuntergangsstimmung ausbrechen
Im Podcast diskutiert Steffens, warum wir in Krisen so schnell in Pessimismus verfallen und was wir dagegen tun können. Er gibt praktische Tipps, um die eigene Haltung zu ändern und handlungsfähig zu bleiben. Die Folge ist Teil des Ideenpodcasts "Smarter leben", der jeden Samstag erscheint und sich an alle richtet, die ihren Alltag bewusster gestalten wollen.
Hören Sie die aktuelle Folge und erfahren Sie mehr über die Kraft des aktiven Optimismus. Weitere Informationen gibt es in Steffens' Buch "Hoffnungslos optimistisch" sowie in früheren Folgen des Podcasts zu den Themen "Wie wir handlungsfähig bleiben" und "Wie wir Hoffnung finden".



