200 Jahre Doppelherzogtum: Ausstellung in Gotha beleuchtet prägendes Ereignis
Vor genau 200 Jahren wurde das Doppelherzogtum Sachsen-Coburg und Gotha gegründet – ein historisches Ereignis, das die Region nachhaltig prägte. Die Stiftung Friedenstein in Gotha nimmt dieses Jubiläum zum Anlass, mit einer umfangreichen Ausstellung die Entstehungsgeschichte und die Auswirkungen dieser territorialen Neuordnung zu dokumentieren.
Herzog Ernst I. und seine zwei Residenzen
Durch die Gründung des Doppelherzogtums im Jahr 1826 wurde Herzog Ernst I. von Sachsen-Coburg und Gotha (1784–1844) für zwei bedeutende Residenzen verantwortlich: Schloss Friedenstein in Gotha und Schloss Ehrenburg in Coburg. Diese lagen mehr als 80 Kilometer voneinander entfernt und umfassten umfangreiche Kulturgutbestände in Sammlungen, Bibliotheken und Archiven. Die Ausstellung zeigt, wie dieser doppelte Herrschaftssitz das politische und kulturelle Leben der Region beeinflusste.
Kooperation zwischen Gotha und Coburg
Anlässlich des Jubiläums organisiert die Stiftung Friedenstein gemeinsam mit weiteren Institutionen aus Coburg und Gotha verschiedene Ausstellungen und Präsentationen. Die Schau in Gotha mit dem Titel „Coburg | Gotha | 1826. – Ein Herzog. Zwei Residenzen.“ (12. April bis 5. Juli) spürt insbesondere dem Netzwerk des Herzogs in Gotha nach. Im Spiegelsaal von Schloss Friedenstein werden 125 besondere Objekte präsentiert, darunter Huldigungsschreiben, Keramiken, Muscheln und andere historische Gegenstände, die die Zeit des Umbruchs lebendig werden lassen. Der Eintritt in diese Ausstellung ist kostenlos.
Zusätzliche Präsentation zur Residenzenlandschaft
Parallel zur Hauptausstellung läuft im Nordflügel des Schlosses die Präsentation „Im Auftrag des Herzogs - Ernst I. und die Thüringische Residenzenlandschaft“ (12. April bis 3. Januar 2027) der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten. Diese kostenpflichtige Schau thematisiert die Auswirkungen der Neuaufteilung der ernestinischen Territorien auf die Thüringische Residenzenlandschaft. Historische Abbildungen zeigen zudem die originalen Räume von Herzog Ernst I. auf dem Friedenstein und vermitteln einen eindrucksvollen Einblick in die damalige Lebenswelt.
Die Ausstellungen bieten somit eine umfassende Betrachtung eines Schlüsselmoments der deutschen Geschichte, der bis heute in der Region nachhallt. Besucher können sich auf eine Reise in die Vergangenheit freuen, die durch authentische Objekte und fundierte Informationen bereichert wird.



