Zum 100. Geburtstag: Die geheimen Mode-Botschaften von Queen Elizabeth II.
Anlässlich des 100. Geburtstags von Queen Elizabeth II. am 21. April präsentiert der Buckingham Palace die größte Mode-Ausstellung seiner Geschichte. „Queen Elizabeth II.: Her Life in Style“ zeigt bis zu 300 Outfits und Accessoires, von denen viele erstmals der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Die Ausstellung gewährt einzigartige Einblicke in die Garderobe der Monarchin und enthüllt die verborgenen Geschichten und Botschaften hinter ihren legendären Looks.
Mode als diplomatisches Werkzeug
Für Queen Elizabeth II. war Mode niemals nur Kleidung. „Ihre Kleidung war ein Mittel der Kommunikation“, erklärt Kuratorin Caroline de Guitaut. Ob bei Staatsbesuchen oder Balkonauftritten – je älter die Monarchin wurde, desto farbenfroher gestaltete sie ihre Garderobe. Der berühmte ‚Regenbogen-Stil‘ entwickelte sich zu ihrem Markenzeichen und diente gleichzeitig als diplomatisches Instrument. Die Queen sorgte bewusst dafür, dass sie selbst aus großer Entfernung sofort erkennbar war, damit auch entferntere Zuschauer sagen konnten: Sie haben die Königin gesehen!
Historische Kleidungsstücke im Fokus
Zu den Höhepunkten der Ausstellung gehören:
- Das Hochzeitskleid von 1947, das Elizabeth im Alter von 21 Jahren bei ihrer Vermählung mit Prinz Philip trug
- Die prächtige Krönungsrobe von 1953 aus weißem Satin mit aufwendigen Stickereien und Commonwealth-Symbolen
- Mehrere glamouröse Ballkleider aus den 1950er bis 1970er Jahren
- Ikonische Hüte, darunter ein besonderes Modell aus dem Jubiläumsjahr 1977
Beide Hauptstücke – Hochzeitskleid und Krönungsrobe – wurden vom Star-Designer Norman Hartnell entworfen und sind nun in der „The King’s Gallery“ des Buckingham Palace ausgestellt.
Aktive Gestaltung ihrer Garderobe
Besonders faszinierend ist die Erkenntnis, wie stark die Queen selbst in die Entstehung ihrer Outfits involviert war. Für Staatsbesuche arbeitete sie eng mit Designern zusammen und plante genau, welche Botschaften ihre Kleidung vermitteln sollte. So notierte sie beispielsweise für ein Kleid während einer Asienreise: „Gelber Satin“ – eine Farbe, die in vielen asiatischen Kulturen für Glück und Wohlstand steht.
Private Seite der Monarchin
Neben den staatstragenden Gewändern zeigt die Ausstellung auch die private Modeseite der Queen:
- Praktische Reitjacken für ihre Leidenschaft zum Reitsport
- Elegante Tweed-Anzüge für informelle Anlässe
- Charakteristische Kopftücher für ländliche Aufenthalte
- Seltene Kindheits-Outfits, darunter ein besonderes Kleid aus ihrer Jugend
Ein Stück Zeitgeschichte
Die außergewöhnlich gut erhaltenen Kleidungsstücke gelten als eine der bedeutendsten Mode-Sammlungen des 20. Jahrhunderts. Die Ausstellung läuft vom 10. April bis 18. Oktober 2026 und verspricht, einer der größten Publikumsmagneten des Jahres zu werden. Reguläre Tickets kosten zwischen 12 und 14 Euro, sind jedoch für die kommenden Wochen bereits ausverkauft.
„In dem Jahr, in dem sie 100 Jahre alt geworden wäre, ist diese Ausstellung eine Hommage an den einzigartig britischen Stil von Queen Elizabeth und ihr bleibendes Modevermächtnis“, schwärmt Kuratorin Caroline de Guitaut. Die Schau offenbart nicht nur die ästhetische Dimension der königlichen Garderobe, sondern auch ihre politische und diplomatische Bedeutung – ein faszinierender Blick hinter die Fassade des royalen Glamours.



