Gestohlener Goldhelm nach Kunstraub in den Niederlanden sichergestellt
Goldhelm nach Kunstraub in den Niederlanden sichergestellt

Verloren geglaubte Kunstschätze wieder aufgetaucht

Mehr als ein Jahr nach einem spektakulären Kunstdiebstahl in den Niederlanden hat die Polizei das wertvollste Stück der Beute sichergestellt. Es handelt sich um einen rund 2500 Jahre alten Goldhelm aus Rumänien sowie zwei antike Goldarmreifen von unschätzbarem kulturhistorischem Wert. Die mutmaßlichen Täter haben die Beute den Behörden übergeben, wie die niederländische Staatsanwaltschaft in Assen mitteilte.

Diebstahl mit Sprengung des Museumseingangs

Die Einbrecher hatten Ende Januar 2025 nachts den Eingang des Kulturhistorischen Museums in Assen in der Provinz Drente gesprengt. Sie entwendeten dabei wertvolle Kunstschätze aus der Sonderausstellung „Dakien – das Reich aus Gold und Silber“. Die gestohlenen Objekte waren Leihgaben aus dem Nationalmuseum für Landesgeschichte in Bukarest. Das Museum erlitt durch die nächtliche Explosion Schäden, jedoch wurde niemand verletzt.

Bereits kurz nach der Tat waren vier Verdächtige festgenommen worden, doch von der Beute fehlte jede Spur. Ermittler hatten befürchtet, dass die Kunstschätze bereits eingeschmolzen worden waren. In einer nicht weit von Assen entfernten Ortschaft stieß die Polizei kurz nach dem Diebstahl auf ein ausgebranntes Auto, das vermutlich bei der Tat verwendet wurde.

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Kulturgut von unschätzbarem Wert

Der Kunstraub hatte vor allem in Rumänien einen Schock ausgelöst. Der Goldhelm von Coțofenești, der aus der Zeit um 450 vor Christus stammt, gilt als Kulturgut von unschätzbarem Wert. Wahrscheinlich gehörte der Helm einst einer hochgestellten Persönlichkeit und diente zeremoniellen Zwecken. Neben dem Helm wurden auch drei goldene Armreifen gestohlen, von denen nun zwei wieder aufgetaucht sind.

Die Versicherung hatte dem Museum in Rumänien inzwischen eine Entschädigung von 5,7 Millionen Euro bezahlt. Diese Summe wurde der Versicherung von der niederländischen Regierung erstattet. Damit sind die finanziellen Folgen des Diebstahls bereits geregelt, während die kulturelle Bedeutung der Objekte unersetzlich bleibt.

Prozess gegen Verdächtige steht bevor

Der Prozess gegen drei der Verdächtigen beginnt in etwa zehn Tagen. Die mutmaßlichen Täter haben die Beute zurückgegeben, was die Ermittlungen erleichtert hat. Die Kunstschätze werden nun besonders streng bewacht, um einen erneuten Diebstahl zu verhindern.

Die Sicherstellung der gestohlenen Artefakte markiert einen bedeutenden Erfolg für die niederländischen Behörden. Nach monatelangen Ermittlungen und der Sorge um den Verlust der historischen Schätze können die wertvollen Stücke nun wieder ihrer kulturellen Bestimmung zugeführt werden.

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