Paul McCartney, 83, bringt Ende Mai ein neues Album heraus. Für 30 glückliche Fans hat der Ex-Beatle „The Boys of Dungeon Lane“ bereits gespielt und dabei die Entstehungsgeschichte seines Projekts erzählt, wie unter anderem „Billboard“ berichtete. 90 Minuten nahm er sich Zeit, um den Superfans in Los Angeles, mit Akustikgitarre bestückt, zu zeigen, warum er der erste britische Musikmilliardär war.
Die komplizierte Entstehung eines Duetts
Besonders interessant ist die Genese des Tracks „Home To Us“. Denn neben McCartney ist darauf eine andere altbekannte Stimme zu hören: Ringo Starr, 85. Die Beatles-Reunion auf McCartneys Album scheint jedoch nicht ganz geplant gewesen – und auch nicht ganz konfliktfrei abgelaufen zu sein.
Starr sei bei McCartney im Aufnahmestudio vorbeigekommen und habe etwas Schlagzeug gespielt. Er dachte wohl, dass dies genug sei, um einen Song daraus zu machen, und sei „etwas pissig“ gewesen, dass dem nicht so war, sagte McCartney. McCartney gefiel Starrs Schlagzeugbeitrag jedoch gut, und er schrieb einen Song über das Aufwachsen in Liverpool. „Auch wenn es dort, wo wir wohnten, etwas rau zuging, war es doch unser Zuhause“, sagte McCartney.
Missverständnisse und Klärung
McCartney schickte Starr das Demo und bat ihn, darauf zu singen. Doch aufgrund eines weiteren Missverständnisses sang Starr nur im Refrain, was McCartney zu der Annahme veranlasste, Starr möge den Song nicht. Schließlich klärten sie alles miteinander, und Starr kam zurück, fügte weitere Schlagzeugparts hinzu, und die beiden machten den Song zu einem Duett. „Ringo hat noch nie ein Duett mit einem der Beatles gesungen“, sagte McCartney daraufhin Billboard zufolge.
Die doch etwas komplizierte Entstehung des Songs hat sich jedoch offenbar gelohnt. Denn laut Billboard ist der Track „Beatle-esque“. Musikalisch scheint es zu laufen, auch Starr bringt ein neues Album heraus. An ihrer Kommunikation müssten die zwei ehemaligen Pilzköpfe aber vielleicht noch arbeiten.



