21-Stunden-Marathon ohne Ergebnis: US-Vize Vance verlässt Iran-Verhandlungen in Islamabad
21-Stunden-Marathon: US-Vize Vance verlässt Iran-Verhandlungen

Marathonverhandlungen ohne Durchbruch: USA und Iran scheitern in Islamabad

Die hochrangigen direkten Verhandlungen zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran, die unter Vermittlung Pakistans in der Hauptstadt Islamabad stattfanden, sind am frühen Sonntagmorgen ohne ein greifbares Ergebnis zu Ende gegangen. Nach intensiven 21-stündigen Gesprächen, die sich bis in die frühen Morgenstunden hinzogen, konnte keine Einigung erzielt werden. US-Vizepräsident JD Vance trat vor die Mikrofone und bestätigte das Scheitern der Verhandlungen, bevor er ein Flugzeug in Richtung USA bestieg.

Vance hinterlässt endgültiges Angebot für Teheran

Vance erklärte, dass die US-Delegation den Ort der Verhandlungen verlasse und einen Vorschlag für den Iran zurücklasse, der ein endgültiges Angebot darstelle. Er betonte, dass die USA ihre roten Linien klar gemacht hätten und in einigen Punkten bereit gewesen seien, dem Iran entgegenzukommen. Allerdings habe man nicht gesehen, dass sich der Iran grundlegend dazu verpflichte, langfristig keine Atomwaffen zu entwickeln. „Wir hoffen, dass wir es noch sehen werden“, sagte Vance und fügte hinzu, dass er während der Verhandlungen in ständigem Kontakt mit US-Präsident Donald Trump gewesen sei.

Iranische Seite sieht Erfolg von Gegenseite abhängig

Der iranische Außenamtssprecher Ismail Baghai nannte in einer Stellungnahme auf X zentrale Themen der Verhandlungen, darunter die Straße von Hormus, die Atomfrage, Kriegsreparationen, die Aufhebung von Sanktionen sowie ein Ende des Krieges in der Region. Er schrieb, dass „intensive Verhandlungen“ bis in den Sonntag hinein stattgefunden hätten, mit zahlreichen ausgetauschten Nachrichten und Texten. Baghai betonte jedoch, dass der Erfolg des diplomatischen Prozesses von der Ernsthaftigkeit und dem guten Willen der Gegenseite abhänge, überzogene Forderungen fallen zu lassen und die legitimen Rechte des Irans anzuerkennen.

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Historisches Treffen trotz ausbleibender Einigung

Die Gespräche in Islamabad gelten als historisch, da es sich um das höchstrangige direkte Treffen zwischen US-amerikanischen und iranischen Beamten seit der Islamischen Revolution im Jahr 1979 handelt. Verhandlungsleiter waren auf US-Seite Vizepräsident Vance und auf iranischer Seite Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf. Die Stimmung wurde zunächst als herzlich und ruhig beschrieben, und es wurde berichtet, dass sich die beiden Delegationsleiter die Hand schüttelten.

Zentrale Streitpunkte: Straße von Hormus und Atomprogramm

Iranische Medien wie Tasnim und Fars berichteten von großen Differenzen, wobei die Straße von Hormus als zentraler Streitpunkt genannt wurde. Der Iran besteht auf der Wahrung seiner militärischen Errungenschaften, was als Anspielung auf das Raketenprogramm interpretiert wird. Die USA hatten die Öffnung der Meerenge, die den Persischen Golf mit dem Indischen Ozean verbindet, zur Bedingung für die zuvor vereinbarte zweiwöchige Waffenruhe gemacht.

Militärische Entwicklungen parallel zu den Verhandlungen

Zeitgleich mit den Verhandlungen erklärte das US-Regionalkommando für den Nahen Osten (Centcom), einen Marineeinsatz zur Räumung von Seeminen in der Straße von Hormus begonnen zu haben. Zwei Zerstörer hätten die Meerenge passiert, um einen sicheren Weg für den Warenverkehr zu schaffen. Die iranischen Revolutionsgarden wiesen dies zurück und warnten, dass jeder Versuch von Militärschiffen, die Straße zu passieren, auf entschiedenen Widerstand treffen werde.

Ausblick ungewiss: Keine weiteren Runden geplant

Ob und wann es zu weiteren Verhandlungsrunden kommen wird, ist zunächst unklar. Die iranische Nachrichtenagentur Fars berichtete unter Berufung auf eine vertraute Quelle, dass Teheran keine weitere Verhandlungsrunde plane. US-Präsident Trump äußerte sich unterdessen gleichgültig zu einem möglichen Abkommen und erklärte, die USA hätten den Iran militärisch besiegt. Die Situation bleibt angespannt, während die internationale Gemeinschaft auf Entwicklungen wartet.

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