Ukraine und Russland attackieren sich mit Drohnen vor angekündigter Oster-Feuerpause
Drohnenangriffe vor Oster-Feuerpause zwischen Ukraine und Russland

Massive Drohnenangriffe vor orthodoxer Oster-Feuerpause

In der Nacht vor der angekündigten 30-stündigen Waffenruhe an den orthodoxen Ostertagen haben sich die Ukraine und Russland offenbar mit Hunderten Drohnen gegenseitig attackiert. Die Angriffe markieren eine weitere Eskalation im nunmehr vier Jahre andauernden Krieg, der trotz diplomatischer Bemühungen um zeitweilige Feuerpausen unvermindert andauert.

Russland meldet Abwehr von 151 ukrainischen Drohnen

Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums wurden in der Nacht 151 ukrainische Kampfdrohnen abgewehrt. Die Schwerpunkte der Angriffe lagen demnach in den Gebieten Wolgograd an der Wolga und Rostow im Süden Russlands. Diese Angaben sind jedoch nicht unabhängig überprüfbar. Bereits seit Donnerstagabend hatte die russische Luftfahrtbehörde Rossawiazija an mehr als 25 Flughäfen Betriebseinschränkungen verhängt, was auf umfangreiche Vorbereitungen für mögliche Angriffe hindeutet.

Ukraine zählt 128 russische Drohnenangriffe

Auf der anderen Seite meldete die ukrainische Luftwaffe, dass Russland in derselben Nacht mit 128 Drohnen angegriffen habe. Davon seien 113 Flugobjekte erfolgreich abgefangen worden. Am Morgen folgte eine zweite Angriffswelle auf mehrere ukrainische Regionen. In der Hauptstadt Kyjiw waren laut dem Rundfunksender Suspilne Explosionen zu hören, was die Intensität der nächtlichen Gefechte unterstreicht.

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Ölanlagen im Fokus der ukrainischen Angriffe

Bei den aktuellen Attacken soll ein ukrainischer Angriff unter anderem einen Öltank in Swetly Jar in Brand gesetzt haben. Dies meldete die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf Gouverneur Andrej Botscharow. In der Nähe liegt die Raffinerie von Wolgograd, eine der größten in Russland, die bereits mehrfach Ziel ukrainischer Angriffe war. In den vergangenen Wochen hat die Ukraine ihre Attacken auf die russische Ölindustrie deutlich verstärkt und dabei auch Exportterminals an der Ostsee und dem Schwarzen Meer beschossen.

Strategische Bedeutung der Ölangriffe

"Unsere Schläge, die wir ihren Raffinerien versetzen, können leider nicht mit dem Preisanstieg mithalten", sagte Kyrylo Budanow, Stabschef von Präsident Wolodymyr Selenskyj, der staatlichen Nachrichtenagentur Ukrinform in Kyjiw. "Aber sie treffen die russische Öl- und Gasbranche trotzdem." Der ukrainische Auslandsgeheimdienst berechnet hingegen, dass die russischen Exporte von Öl und Treibstoffen im März wegen der beschädigten Hafenanlagen leicht gesunken seien.

Politische Hintergründe und Sanktionen

Der russische Präsident Wladimir Putin hatte auf einen Vorschlag Selenskyjs reagiert und zum orthodoxen Osterfest eine Feuerpause in der Ukraine angekündigt. Bereits im Vorjahr hatte Russland kurzzeitig seine Kampfhandlungen unterbrochen. Wirtschaftlich profitiert Moskau derzeit von hohen Ölpreisen, die durch den Irankrieg sowie gelockerte US-Sanktionen gegen russisches Öl begünstigt werden. Am Samstagmorgen laufen Ausnahmen von diesen US-Sanktionen aus, die die Regierung von US-Präsident Donald Trump Mitte März verfügt hatte, weil Öl auf dem Weltmarkt knapp geworden war.

Militärische und moralische Lage der russischen Truppen

Russlands Militär hat in vier Jahren Krieg gegen die Ukraine schwere Verluste erlitten. Die Moral der Truppe ist nach verschiedenen Berichten schlecht, was Fragen über die langfristige Durchhaltefähigkeit der Armee aufwirft. Diese Entwicklung hat auch strategische Implikationen für die NATO und die europäische Sicherheitsarchitektur, die sich auf eine mögliche weitere Eskalation des Konflikts vorbereiten muss.

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