FSB erhält 150.000 Hinweise über Vertrauenshotline – Estland warnt vor russischer Aufrüstung
FSB: 150.000 Hinweise über Vertrauenshotline – Estland warnt

FSB verzeichnet fast 150.000 Hinweise über Vertrauenshotline im Jahr 2025

Der russische Inlandsgeheimdienst FSB hat nach eigenen Angaben im vergangenen Jahr fast 150.000 Hinweise aus der Bevölkerung zu verdächtigen Aktivitäten erhalten. Diese Meldungen wurden über die sogenannte Vertrauenshotline eingereicht, die Bürger nutzen können, um angebliches Fehlverhalten ihrer Mitmenschen zu melden. Laut FSB enthielten tausende dieser Hinweise Informationen zu mutmaßlichem Fehlverhalten im Zusammenhang mit der Ukraine-Offensive.

Details zu den eingegangenen Meldungen

In der Zentrale des FSB gingen demnach 68.785 Anrufe ein, von denen 455 als nützliche Informationen eingestuft wurden. In den Regionalbüros wurden weitere 77.772 Hinweise registriert, wovon 15.233 für Ermittlungen relevant waren. Der Geheimdienst betonte, dass diese Anrufe zur Strafverfolgung von 18 Verdächtigen führten, die unter dem Vorwurf des Terrorismus, der Sabotage oder der Beteiligung an Sabotage im Auftrag der Ukraine angeklagt wurden. Diese Straftaten können mit jahrelanger Haft geahndet werden.

Estland warnt vor russischer Aufrüstung

Parallel dazu warnt der estnische Auslandsgeheimdienst vor einer beschleunigten Aufrüstung Russlands. Geheimdienstchef Kaupo Rosin erklärte, dass Russland angesichts der europäischen Aufrüstungsbemühungen seine Streitkräfte im Eiltempo wieder aufbaue. Wir sehen, dass die russische Führung sehr besorgt ist über die europäische Aufrüstung, sagte Rosin. Er geht davon aus, dass Europa in zwei bis drei Jahren eigenständig militärisch gegen Russland vorgehen könnte, was Moskau zu verzögern versucht. Ein Angriff auf ein Nato-Mitglied sei jedoch weder in diesem noch im nächsten Jahr zu erwarten.

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Humanitäre Krise in der Ukraine verschärft sich

Unterdessen leidet die Ukraine weiterhin unter den Folgen mehrerer russischer Luftangriffe seit Anfang Januar. Die Energieversorgung ist so stark beschädigt, dass Städte wie Kiew und Charkiw bei strengem Frost kaum über Strom und Heizung verfügen. In der Hauptstadt werden mehr als 1100 Wohnblocks bis zum Frühjahr nicht beheizt werden können. Unternehmen halten ihren Betrieb nur mit dem Einsatz von Dieselgeneratoren aufrecht. Präsident Wolodymyr Selenskyj kündigte Hilfsmaßnahmen an, um Hausbesitzern den Kauf von Generatoren zu erleichtern.

Internationale Reaktionen und diplomatische Entwicklungen

Die Bundesregierung forderte Russland zu mehr Kompromissbereitschaft in den Ukraine-Verhandlungen auf, während die USA zwei wichtige Nato-Kommandoposten an europäische Staaten übergaben. Zudem schlugen EU-Diplomaten erstmals Sanktionen gegen Häfen in Drittstaaten vor, die am Umschlag von russischem Öl beteiligt sind. Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha betonte, dass nur US-Präsident Donald Trump die Macht habe, den Krieg zu beenden, und drängte auf direkte Gespräche zwischen Selenskyj und Putin.

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Weitere Ereignisse im Überblick

  • Das Pentagon beschlagnahmte einen Öltanker im Indischen Ozean, der gegen die US-Ölblockade gegen Venezuela verstoßen hatte.
  • Eine Umfrage in Deutschland zeigt, dass zwei Drittel der Bürger sich vor einem Krieg mit deutscher Beteiligung sorgen.
  • Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán bezeichnete die Ukraine als Feind, nachdem Kiew Forderungen nach Energieabschaltungen gestellt hatte.
  • Die Ukraine erwartet im Februar die ersten Drohnen aus einer Produktionsstätte in Deutschland.