Griechenlands Premier Mitsotakis: Hormus-Gebühr wäre gefährlicher Präzedenzfall
Griechenlands Premier: Hormus-Gebühr inakzeptabel

Griechenlands Premier Mitsotakis: Hormus-Gebühr wäre gefährlicher Präzedenzfall

Der griechische Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis hat sich deutlich gegen die von Iran vorgeschlagenen Gebühren für die Schiffspassage durch die strategisch wichtige Straße von Hormus ausgesprochen. In einem Interview mit dem US-Fernsehsender CNN bezeichnete er die Pläne als völlig inakzeptabel und warnte vor den weitreichenden Konsequenzen für die internationale Schifffahrt.

Internationale Ablehnung der Gebührenpläne

„Ich glaube nicht, dass die internationale Gemeinschaft bereit wäre zu akzeptieren, dass der Iran für jedes Schiff, das die Straße von Hormus durchquert, eine Mautstelle einrichtet“, erklärte Mitsotakis in dem Fernsehinterview. Seine Kritik richtet sich gegen Teherans Vorschlag, im Rahmen der anstehenden Verhandlungen mit den USA nach der vereinbarten Waffenruhe Gebühren für eine sichere Durchfahrt durch die Meerenge zu erheben.

Die Position Griechenlands ist von besonderer Bedeutung, da das Land über eine der weltweit größten Handelsflotten gemessen an der Frachttransportkapazität verfügt. Bereits während des kürzlich beendeten Iran-Krieges, der am 28. Februar von den USA und Israel begonnen wurde, hatte Teheran mit Attacken und Drohungen die Schifffahrt durch die Straße von Hormus nahezu zum Erliegen gebracht.

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Warnung vor gefährlichem Präzedenzfall

Mitsotakis äußerte sich besorgt über die langfristigen Auswirkungen solcher Gebühren: „Damit würden wir einen äußerst gefährlichen Präzedenzfall für die Freiheit der Schifffahrt schaffen.“ Der griechische Regierungschef schlug stattdessen vor, dass möglicherweise ein separates internationales Abkommen bezüglich der Meerenge notwendig sein könnte, betonte jedoch, dass dieses keine Gebühren für Schiffspassagen beinhalten dürfe.

Diese Haltung wird von der Bundesregierung geteilt, die ebenfalls eine gebührenfreie Passage durch die Meerenge fordert. Ein Sprecher des Auswärtigen Amtes verwies darauf, dass die Straße von Hormus nicht nur iranisches Seegebiet sei, sondern das UN-Seerechtsübereinkommen gelte. „Und deswegen ist es erforderlich, dass bei der Wiederaufnahme ein freier, sicherer und auch gebührenfreier Seeschiffsverkehr sichergestellt wird“, so der Sprecher.

Unklare US-Position zu Sicherheitsfragen

Die Diskussion wird zusätzlich durch die unklaren Äußerungen von US-Präsident Donald Trump verkompliziert, der auf Überlegungen verwiesen hatte, dass die Schifffahrt durch die Straße von Hormus gemeinsam von den USA und dem Iran abgesichert werden könnte. Wie genau sich Trump diese Zusammenarbeit vorstellt, blieb jedoch zunächst offen und trägt zur Unsicherheit bei den internationalen Verhandlungen bei.

Die Ablehnung der Gebührenpläne durch Griechenland und Deutschland unterstreicht die Bedeutung der Straße von Hormus als eine der weltweit wichtigsten Schifffahrtsrouten für den globalen Handel. Die Meerenge zwischen dem Iran und Oman ist eine kritische Passage für einen erheblichen Teil des weltweiten Öltransports, was die aktuelle Debatte über Gebühren und Sicherheit zu einer Angelegenheit von internationaler wirtschaftlicher und politischer Bedeutung macht.

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