Schah-Sohn widerspricht Trump: Kein Regimewechsel im Iran
Schah-Sohn: Kein Regimewechsel im Iran

Schah-Sohn widerspricht US-Präsident: Kein echter Wandel im Iran

In einer deutlichen Stellungnahme hat Reza Pahlavi, der älteste Sohn des 1979 gestürzten Schahs von Persien, die Behauptungen von US-Präsident Donald Trump über einen vollzogenen Regimewechsel im Iran zurückgewiesen. Der 65-jährige Exilant, der seit 47 Jahren in den USA lebt, erklärte im französischen Fernsehen: „Für uns war das kein Regimewechsel!“

Trumps Behauptungen und Pahlavis Widerspruch

Donald Trump hatte zuvor verkündet, im Iran habe ein grundlegender Wandel stattgefunden. „Wir haben es mit einem ganz anderen Regime als zuvor zu tun“, behauptete der US-Präsident und fügte hinzu, die neuen Machthaber seien klüger, scharfsinniger und deutlich weniger radikal. Diese Einschätzung teilt Reza Pahlavi jedoch nicht im Geringsten.

„Das sind die gleichen Leute, auch wenn sie jetzt vielleicht etwas schwächer sind“, stellt Pahlavi klar. Er verweist auf mehrere Kontinuitäten innerhalb des iranischen Systems:

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  • Das Parlament sei unverändert geblieben
  • Die Justiz funktioniere nach wie vor nach denselben Prinzipien
  • Der oberste Führer Ayatollah Ali Chamenei sei lediglich durch seinen Sohn ersetzt worden

Die Perspektive des Exilanten

Für Pahlavi, der in Teheran geboren wurde, aber seit fast fünf Jahrzehnten im Exil lebt, bleibt die zentrale Aufgabe unverändert: „Die Iraner müssen sich immer noch von ihren religiösen Herrschern befreien.“ In seinem Kampf als Iraner bleibe die Konstante, dieses Regime stürzen zu müssen.

Der Schah-Sohn, den das Mullah-Regime als Marionette des Westens betrachtet und Teile der Opposition als Monarchisten kritisieren, zeigt sich dennoch hoffnungsvoll. In einer Ansprache auf seinem YouTube-Kanal äußerte er die Überzeugung, dass die Islamische Republik durch die Hände der Iraner selbst fallen werde.

Gründe für die Hoffnung auf Veränderung

Pahlavi nennt mehrere Faktoren, die seiner Meinung nach das Ende des aktuellen Regimes beschleunigen werden:

  1. Die internationale Isolierung des Iran nimmt weiter zu
  2. Die Schäden durch den Krieg sind extrem und irreparabel
  3. Die Islamische Republik habe keinen Ausweg und keine Überlebenschance

Diese Einschätzung steht im Kontrast zu Trumps optimistischer Darstellung, während Pahlavis Position von der Erinnerung an die autoritäre Herrschaft seines Vaters überschattet wird. Mohammad Reza Pahlavi regierte den Iran mit harter Hand, ließ die Bevölkerung durch die Geheimpolizei SAVAK überwachen und foltern – ein Erbe, das die komplexe Beziehung vieler Iraner zur Monarchie prägt.

Die unterschiedlichen Perspektiven auf die Entwicklung im Iran zeigen, wie kontrovers die Einschätzung der politischen Lage bleibt. Während Trump von einem grundlegenden Wandel spricht, betont Pahlavi die strukturelle Kontinuität des Systems und die Notwendigkeit einer echten Befreiung von religiöser Herrschaft.

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