Trump wirft Iran vor, Abkommen zur Straße von Hormus nicht einzuhalten
Trump: Iran hält sich nicht an Hormus-Deal

Trump wirft Iran mangelnde Kooperation bei Hormus-Öffnung vor

US-Präsident Donald Trump hat dem Iran vorgeworfen, sich nicht an die vereinbarten Bedingungen für die befristete Waffenruhe und die Öffnung der strategisch wichtigen Straße von Hormus zu halten. In scharfen Worten auf der Plattform Truth Social kritisierte der Republikaner die iranische Umsetzung des Abkommens als "sehr schlechte Arbeit", die man sogar als "unredlich" bezeichnen könne. Trump betonte nachdrücklich: "Das ist nicht die Vereinbarung, die wir getroffen haben!"

Gebührenforderungen und Drohungen

Bereits etwa eine Stunde vor dieser Äußerung hatte Trump auf Berichte reagiert, wonach der Iran von Tankern Gebühren für die Passage durch die Meerenge verlangen wolle. Der US-Präsident warnte unmissverständlich: "Das sollten sie besser nicht tun und falls sie es tun, sollten sie besser jetzt damit aufhören!" Diese klare Ansage unterstreicht die angespannte Situation rund um die kritische Wasserstraße.

Die Straße von Hormus war Anfang März als Reaktion auf amerikanisch-israelische Angriffe vom Iran blockiert worden. Diese Blockade führte praktisch zum vollständigen Erliegen des Transports von Öl und Flüssiggas aus dem Persischen Golf durch die Meerenge. Die Folgen waren weltweit spürbar: Die Weltmarktpreise für Energie stiegen seither rasant an und belasteten die globale Wirtschaft.

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Friedensgespräche in Islamabad

Nach mehr als fünf Wochen Krieg hatten sich der Iran und die USA zuletzt auf eine zweiwöchige Waffenruhe sowie auf die prinzipielle Öffnung der Straße von Hormus geeinigt. Seit dieser Vereinbarung nutzten jedoch nur sehr wenige Schiffe die strategisch bedeutende Meerenge zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman. Teheran beharrt weiterhin auf seinem Vorhaben, Gebühren für die Passage zu erheben.

Ab heute finden in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad Friedensgespräche zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran statt. Das erklärte Ziel dieser Verhandlungen ist eine dauerhafte Beendigung des Krieges. Zu den schwierigsten Themen der Gespräche wird voraussichtlich auch der anhaltende Streit um die praktische Umsetzung der Öffnung der Straße von Hormus gehören. Die unterschiedlichen Positionen bezüglich möglicher Gebühren und der tatsächlichen Nutzung der Wasserstraße stellen eine erhebliche Hürde für eine nachhaltige Friedenslösung dar.

Die internationale Gemeinschaft beobachtet die Entwicklungen mit großer Sorge, da die Straße von Hormus eine der wichtigsten Handelsrouten für globalen Öl- und Gastransport darstellt. Jede weitere Eskalation könnte erhebliche Auswirkungen auf die Weltwirtschaft und die Energieversorgung zahlreicher Nationen haben.

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