Friedensgipfel in Islamabad: USA und Iran verhandeln über historischen Deal nach Luftkrieg
USA und Iran: Friedensgipfel in Islamabad nach Luftkrieg

Historischer Friedensgipfel in Islamabad: USA und Iran ringen um dauerhafte Lösung

Die Welt blickt gespannt auf die pakistanische Hauptstadt Islamabad, wo am Wochenende ein Schicksalsgipfel zwischen den USA und dem Iran stattfinden soll. Nach fünf Wochen intensivem Luftkrieg und einem zuletzt fragilen Waffenstillstand stehen die Delegationen vor der Herausforderung, einen dauerhaften Friedensdeal auszuhandeln. Dieses geplante Treffen markiert das höchstrangige diplomatische Zusammentreffen zwischen Washington und Teheran seit der Mullah-Revolution im Jahr 1979.

Vorgespräche und offizielle Verhandlungen: Ein Countdown mit vielen Unbekannten

Am Freitag sind zunächst Vorgespräche auf Expertenebene vorgesehen, bevor die offiziellen Gipfelverhandlungen am Samstagmorgen Ortszeit beginnen. Die Situation gleicht einer Zitterpartie, da viele Details noch unklar sind: Wer genau teilnimmt, wie weit die Positionen auseinanderklaffen und sogar, welcher Konflikt genau beendet werden soll, wird aktuell intensiv diskutiert.

Die US-Delegation: Vance, Witkoff und Kushner im Einsatz

Präsident Trump entsendet seinen Vizepräsidenten JD Vance, der mit 41 Jahren eine Schlüsselrolle übernimmt. An seiner Seite werden der erfahrene Krisendiplomat Steve Witkoff und Trumps Schwiegersohn Jared Kushner erwartet. Vance warnte die iranischen Unterhändler deutlich: „Wenn der Iran nicht ernsthaft verhandelt, wird Teheran merken, dass mit Trump nicht zu spaßen ist.“ Er betonte zudem die Ungeduld seines Bosses, was als klare Warnung gegen mögliche Hinhaltetaktiken zu verstehen ist. Trump selbst äußerte sich gegenüber NBC zuletzt optimistisch über die Friedenschancen.

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Die iranische Seite: Ghalibaf und Araghchi am Verhandlungstisch

Für das Mullah-Regime soll Parlamentspräsident Mohammad-Bagher Ghalibaf verhandeln, ein ehemaliger Militärkommandant, der als Hardliner mit Rückhalt der Revolutionsgarden gilt. Eine zentrale Rolle spielt auch Außenminister Abbas Araghchi, der bereits 2015 den Atomdeal mit den USA verhandelte. Araghchi setzte einen deutlichen Akzent: „Die Welt beobachtet, ob die USA ihre Verpflichtungen einhalten.“

Klaffende Positionen und ungelöste Fragen

Bereits im Vorfeld des Gipfels gelten die Positionen als alarmierend weit auseinander. Der Iran pocht auf die Kontrolle der strategisch wichtigen „Hormus“-Ölader und die Fortführung seines Atomprogramms – Forderungen, die für die USA völlig inakzeptabel sind. Unklar bleibt zudem, ob der brüchige Waffenstillstand auch für den Nebenkrieg zwischen Israel und der vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz im Libanon gilt. Vance sprach von einem „Missverständnis“, als Teheran auf eine Einbeziehung drängte. Der aktuelle Plan sieht vor, dass Israel direkt mit dem Libanon über diese Front verhandelt.

Islambads Vorbereitungen: Sicherheit im Fokus

Gastgeber Shehbaz Sharif, Pakistans Premierminister, erlebt als zentraler Vermittler seinen großen Auftritt im Weltrampenlicht. Die Sicherheitsvorkehrungen in Islamabad sind gigantisch: Die Verhandlungen finden in abgeriegelten Regierungskomplexen statt, die als Hochsicherheitszone mit sieben Verteidigungsringen geschützt sind. Ein 30-köpfiges US-Vorausteam ist bereits eingetroffen, um die Maßnahmen abzustimmen. Fest steht: Ohne einen diplomatischen Durchbruch droht die Rückkehr zu einem noch gefährlicheren Krieg, der die Region weiter destabilisieren könnte.

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