Grüne fordern längere Grundschulzeit in Sachsen-Anhalt – Riedel lehnt ab
Grüne für längere Grundschulzeit – Riedel lehnt ab

Die Grünen in Sachsen-Anhalt fordern eine Verlängerung der Grundschulzeit von vier auf sechs Jahre. Alle Kinder sollen demnach mindestens bis zur sechsten Klasse gemeinsam die Grundschule besuchen. Bildungsminister Jan Riedel (CDU) lehnt diesen Vorschlag jedoch entschieden ab.

Riedel: Keine besseren Bildungserfolge in anderen Bundesländern

Im Landtag verwies Riedel darauf, dass in Berlin und Brandenburg bereits ein längeres gemeinsames Lernen praktiziert werde. Ihm sei jedoch nicht bekannt, dass dort mehr Bildungserfolge erzielt würden. „Da lohnt sich ein Blick über die Landesgrenze hinaus“, sagte der CDU-Politiker am Donnerstag. Die Argumente der Grünen überzeugten ihn nicht.

Grüne: Gemeinsames Lernen fördert Chancengleichheit

Susan Sziborra-Seidlitz, bildungspolitische Sprecherin der Grünen, betonte hingegen die Vorteile eines längeren gemeinsamen Lernens. „Kinder sollten nicht zu früh getrennt werden. Eine längere Grundschulzeit stärkt die soziale Gemeinschaft und verbessert die Chancengleichheit“, erklärte sie. Die Grünen sehen in ihrem Vorschlag eine Möglichkeit, das Bildungssystem gerechter zu gestalten.

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Die Debatte über die Dauer der Grundschulzeit ist in Sachsen-Anhalt nicht neu. Bislang wechseln die Kinder nach der vierten Klasse auf weiterführende Schulen. Eine Verlängerung auf sechs Jahre würde eine grundlegende Umstrukturierung des Schulsystems erfordern. Der Bildungsminister zeigte sich jedoch nicht bereit, diesen Schritt zu gehen.

Kritik aus der Koalition

Auch aus der Koalition kam Unterstützung für Riedels Ablehnung. Man sehe keinen Bedarf für eine solche Reform, hieß es. Die Diskussion dürfte jedoch weitergehen, da die Grünen das Thema auf die bildungspolitische Agenda setzen wollen.

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