In Malchow wird am Samstag, dem 2. Mai, an die Befreiung des KZ-Außenlagers vor 81 Jahren erinnert. Die Gedenkveranstaltung an der Gedenkstätte in der Lagerstraße beginnt um 11 Uhr. Organisiert wird sie von der Stadt Malchow sowie dem Kinder- und Jugendparlament.
Gedenkfeier mit Schülerbeteiligung
Schüler der Fleesenseeschule Malchow sowie Mitglieder des Kinder- und Jugendparlaments werden gemeinsam mit Bürgermeister René Putzar Worte des Gedenkens sprechen. Dabei werden die Namen der Opfer und kurze Lebensläufe verlesen. Anschließend werden Rosen niedergelegt, um der Opfer des Naziregimes zu gedenken.
Historischer Hintergrund
Am 2. Mai 1945 wurden über 1000 Frauen aus dem KZ-Außenlager Malchow befreit. Sie waren in Holzbaracken eingepfercht und mussten unter unmenschlichen Bedingungen in der nahegelegenen Munitionsfabrik der Dynamit AG Zwangsarbeit leisten. Die Skulptur des Künstlers Gerd Schneider in der Lagerstraße erinnert an das Leid dieser Frauen.
Vortrag von Expertin
Am Nachmittag, ab 15 Uhr, findet im ehemaligen Verwaltungsgebäude des Munitionswerkes in der Karower Chaussee 4 ein Vortrag statt. Prof. Dr. Sigrid Jacobeit, ehemalige Leiterin der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück, wird über die Geschichte des Außenlagers Malchow des Frauen-KZ Ravensbrück berichten. Sie ist Autorin zahlreicher Veröffentlichungen und war von 1992 bis 2005 Leiterin der Gedenkstätte.
Einladung zum Austausch
Im Anschluss an den Vortrag sind alle Teilnehmer zu einem gemeinsamen Austausch bei einem Imbiss eingeladen. Die Veranstaltung ist kostenlos und für alle Interessierten zugänglich. Die Stadt Malchow lädt herzlich dazu ein, der Opfer zu gedenken und sich über die Geschichte zu informieren.



