Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat die Wetterbilanz für den April 2026 vorgelegt. Demnach war Sachsen im Vergleich der Bundesländer das kühlste. Mit einem Temperaturmittel von 7,8 Grad lag der Freistaat unter allen anderen Regionen Deutschlands. Dieser Wert liegt 0,5 Grad über dem langjährigen Mittel der Referenzperiode 1961 bis 1990, das bei 8,3 Grad liegt.
Kalte Nächte prägten den April
Die Meteorologen des DWD erklären die vergleichsweise niedrigen Temperaturen vor allem mit den kalten Nächten. „Insbesondere die kalten Nächte verhinderten ein höheres Temperaturmittel“, so die Bilanz. An 5 bis 10 Tagen, im Erzgebirge sogar an bis zu 15 Tagen, gab es Nachtfrost. Dies führte dazu, dass die Durchschnittstemperatur trotz sonniger Tage nicht höher ausfiel.
Wenig Niederschlag in Sachsen
Beim Niederschlag zeigt sich ein deutliches Minus: Im April fielen in Sachsen nur 30 Liter Regen pro Quadratmeter. Das langjährige Mittel liegt bei 57 Litern – also fast doppelt so viel. Damit fiel nur etwas mehr als die Hälfte des üblichen Regens. Die Böden blieben vielerorts trocken, was vor allem die Landwirtschaft zu spüren bekam.
Viel Sonne, aber unter dem Bundesdurchschnitt
Die Sonne schien in Sachsen im April 230 Stunden. Das ist ein ungewöhnlich hoher Wert, wie der DWD betont. „Die Sonne lachte zwar ungewöhnliche 230 Stunden vom Himmel“, so die Meteorologen. Deutschlandweit gehörte der Freistaat mit dieser Zahl jedoch zu den am wenigsten lichtreichen Regionen. Im gesamten Bundesgebiet wurden rund 245 Sonnenstunden gemessen – also 15 Stunden mehr als in Sachsen.
Die Bilanz zeigt: Sachsen erlebte einen April mit viel Sonnenschein, aber kühlen Nächten und wenig Regen. Während der Freistaat beim Temperaturmittel das Schlusslicht bildete, lag er bei den Sonnenstunden im unteren Mittelfeld.



