In der zweiten Folge der Reportage-Serie „The Space Between“ berichten Khawla und Zahran von ihrem Weg nach Deutschland, von Hürden im Alltag und davon, wie sie sich als Künstler in einer neuen Umgebung behauptet haben. Vor elf Jahren begann für das syrische Paar ein neues Lebenskapitel: Sie kamen als Künstler in Halle-Neustadt an und bauten sich Schritt für Schritt eine neue künstlerische Existenz auf.
Ein Neuanfang mit Mut und Durchhaltevermögen
Khawla (40) und Zahran (38) öffnen die Tür zu ihrer Wohnung und sprechen im Interview über ihren Weg von Syrien nach Deutschland. Sie erzählen von ihrer künstlerischen Ausbildung, aber auch von den Herausforderungen, hier erneut in ihrem Beruf Fuß zu fassen. Zwischen Unsicherheit und Neuanfang wird deutlich, wie viel Durchhaltevermögen hinter ihrem heutigen künstlerischen Leben steht. Heute sind sie fester Teil der Nachbarschaft und bringen ihre Kunst mitten ins Viertel.
Kunst als Brücke und Begegnung
Gemeinsam mit dem Verein „Wall and Space“ entstehen vier Mini-Skulpturen im öffentlichen Raum. Sie sollen Begegnung schaffen, Farbe ins Umfeld bringen und Menschen miteinander verbinden. Für Khawla und Zahran ist Kunst dabei mehr als ein Beruf – sie ist eine Sprache, die Brücken baut. Die Serie zeigt, wie Kunst im öffentlichen Raum mit gesellschaftlichem Zusammenhalt zusammenhängt.
Masterprojekt mit Herzblut
Auch hinter der Kamera war „The Space Between“ ein anspruchsvolles Projekt. Die Idee entstand bereits im zweiten Semester: Die Studentinnen Allegra Wendemuth und Lea Büttner wollten zeigen, wie Kunst im öffentlichen Raum mit gesellschaftlichem Zusammenhalt zusammenhängt. Daraus entwickelten sie ihr Abschlussprojekt, mit dem sie nun ihren Master an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg beenden.
Über den Verein „Wall and Space“ lernten sie Khawla und Zahran kennen. Die Zusammenarbeit mit den beiden prägte das Projekt maßgeblich: Ihre Offenheit, ihr Ehrgeiz und ihre Leidenschaft für die Kunst hinterließen Eindruck und wurden zur Motivation für die Filmemacherinnen. Die Umsetzung verlangte dem Zweierteam viel ab: Konzeption, Redaktion, Kamera und Ton lagen komplett in ihrer Hand. Gedreht wurde von Juni bis September 2025, oft unter schwierigen Bedingungen und bei jedem Wetter. Insgesamt arbeitete das Team über ein Jahr parallel zu Nebenjobs, Seminaren und Masterarbeiten an der Serie.
Serie auf YouTube
„The Space Between“ ist ein Abschlussprojekt von Allegra Wendemuth und Lea Büttner an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und eine Produktion von MGM Digital. Die fünfteilige Serie läuft auf dem YouTube-Kanal HIYA!, neue Folgen erscheinen mittwochs um 12 Uhr.



