Warnstreik legt Nahverkehr in Sachsen-Anhalt lahm
Warnstreik legt Nahverkehr in Sachsen-Anhalt lahm (29.04.2026)

Magdeburg - Fahrgäste im regionalen Nahverkehr in Sachsen-Anhalt müssen sich am heutigen Tag aufgrund eines Warnstreiks auf erhebliche Einschränkungen einstellen. Die Gewerkschaft Verdi hat zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen, die kurz vor Mitternacht enden sollen. Betroffen sind insgesamt acht Verkehrsbetriebe in einem Gebiet, das sich von der Altmark über Magdeburg bis nach Bernburg und in den Harz erstreckt. Die Landeshauptstadt Magdeburg selbst bleibt jedoch vom Streik ausgenommen.

Diese Betriebe sind betroffen

Der Warnstreik richtet sich gegen folgende Unternehmen: BördeBus Verkehrsgesellschaft mbH, Halberstädter Verkehrsgesellschaft (HVG) GmbH, Harzer Verkehrsbetriebe, Kreisverkehrsgesellschaft Salzland mbH, Personennahverkehrs Burg, Personennahverkehr mbH Genthin, PVGS Altmarkkreis Salzwedel GmbH sowie Stendalbus GmbH. Nicht alle Verbindungen fallen komplett aus, daher empfiehlt Verdi den Fahrgästen, sich vor Fahrtantritt bei den jeweiligen Anbietern über den aktuellen Fahrplan zu informieren.

Hintergrund: Tarifverhandlungen festgefahren

Der Warnstreik ist Ausdruck der festgefahrenen Tarifverhandlungen über die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten im Nahverkehr. Verdi fordert unter anderem eine Verkürzung der maximalen Schichtdauer von derzeit bis zu 12,5 Stunden auf höchstens 9 Stunden, einen schnelleren Ausgleich von Überstunden sowie 30 Urlaubstage bereits zum Berufseinstieg. Die Arbeitgeber haben bisher kein ausreichendes Angebot vorgelegt, weshalb die Gewerkschaft den Druck nun erhöht.

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Ausblick: Nächste Verhandlungsrunde Anfang Mai

Die Tarifverhandlungen sollen am 4. und 5. Mai fortgesetzt werden. Sollte es bis dahin keine Einigung geben, sind weitere Arbeitsniederlegungen nicht ausgeschlossen. Fahrgäste werden gebeten, sich auch in den kommenden Tagen auf mögliche Ausfälle einzustellen und alternative Reisemöglichkeiten zu prüfen. Verdi-Verhandlungsführer Stefan Hilbig betonte, dass man eine Lösung anstrebe, aber die Geduld der Beschäftigten am Ende sei.

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