Brandenburgs Regierungschef verteidigt Ernennung neuer Staatssekretäre
Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hat die umstrittene Ernennung zweier neuer Staatssekretäre in der Landesregierung gegen Kritik verteidigt. Trotz der angespannten Haushaltslage und notwendiger Sparmaßnahmen erhielten zwei Ministerien je einen zweiten Staatssekretär. Woidke betonte, dass diese Entscheidung angesichts der enormen Herausforderungen notwendig sei.
Ernennungen in Schlüsselministerien
Konkret ernannte der Regierungschef Jörg Treffke zum zweiten Staatssekretär im Innenministerium und Friederike Haase zur zweiten Staatssekretärin im Gesundheits- und Sozialministerium. Beide Ressorts stehen laut Woidke im besonderen Fokus der Landesregierung und müssen gestärkt werden.
„Die Begründung ist, dass wir in der Landesregierung vor riesengroßen Herausforderungen stehen“, erklärte Woidke in Potsdam. Vor allem das Innenministerium und das Gesundheits- und Sozialministerium benötigten zusätzliche Unterstützung auf der Führungsebene.
Kritik von der Opposition
Die Ernennungen stießen jedoch auf Kritik aus der Opposition. FDP-Landeschef Zyon Braun bezeichnete die Entscheidung als Ausdruck einer „teuren Koalition“. Diese Kritik wies Woidke entschieden zurück und verwies darauf, dass die Gesamtzahl der Staatssekretäre im Vergleich zur vorherigen Regierung unverändert geblieben sei.
„Die Zahl der Staatssekretäre hat sich damit übrigens nicht erhöht“, betonte der Ministerpräsident. Im Vergleich zur im Januar zerbrochenen SPD/BSW-Koalition sei die Anzahl gleich geblieben.
Hintergründe der Personalentscheidungen
Die Personalentscheidungen haben einen konkreten politischen Hintergrund. Innenminister Jan Redmann (CDU), der zugleich Vize-Ministerpräsident ist, hatte einen weiteren Staatssekretär für sein Ministerium gefordert. Daraufhin erhob die SPD-Fraktion die Forderung nach einem zweiten Staatssekretär auch für Gesundheits- und Sozialminister René Wilke (SPD).
Die neue SPD/CDU-Koalition steht vor besonderen Herausforderungen. Neben den politischen Aufgaben muss sie mit knappen Kassen umgehen und gleichzeitig wichtige Ministerien personell stärken. Woidke betonte, dass die zusätzlichen Staatssekretäre notwendig seien, um die anstehenden Aufgaben bewältigen zu können.
Die Diskussion um die Personalentscheidungen zeigt die Spannung zwischen notwendigen Sparmaßnahmen und dem Bedarf an politischer Handlungsfähigkeit. Brandenburgs Landesregierung muss in den kommenden Monaten beweisen, dass die zusätzlichen Positionen tatsächlich zu einer effektiveren Arbeit beitragen.



