Massendemonstration in München: 200.000 protestieren gegen Teheran
Am Samstag versammelten sich rund 200.000 Menschen auf der Münchner Theresienwiese, um gegen die iranische Führung zu protestieren. Die Polizei bestätigte diese beeindruckende Teilnehmerzahl, die alle Erwartungen deutlich übertraf. Die Demonstration fand zeitgleich zur Münchner Sicherheitskonferenz statt und wurde vom Verein »The Munich Circle« organisiert.
Reza Pahlavi appelliert an die internationale Gemeinschaft
Unter den Teilnehmern der Sicherheitskonferenz befand sich auch Reza Pahlavi, der Sohn des 1979 gestürzten Schahs und prominente Exil-Oppositionelle. In einer emotionalen Ansprache forderte er US-Präsident Donald Trump auf, dem iranischen Volk zu helfen. »Die Iraner haben Ihre Worte gehört, dass Hilfe unterwegs sei. Sie vertrauen Ihnen. Helfen Sie ihnen«, erklärte der 65-Jährige, der seit der islamischen Revolution nicht mehr in seine Heimat zurückgekehrt ist.
Pahlavi betonte, dass die Proteste im Iran nicht auf Reformen, sondern auf das Ende des Regimes abzielten. »Es ist Zeit, die Islamische Republik zu beenden. Dies ist die Forderung, die aus dem Blutvergießen meiner Landsleute widerhallt«, sagte er mit deutlichen Worten.
Friedlicher Protest mit symbolischen Gesten
Die Demonstration verlief weitgehend friedlich. Viele Teilnehmer schwenkten iranische Fahnen und zeigten Porträts von Reza Pahlavi. In einer bemerkenswerten Geste überreichten einige Demonstranten den anwesenden Polizeibeamten Blumen als Zeichen des Dankes für ihren Einsatz.
Die Redner auf der Kundgebung forderten einen demokratischen Neuanfang im Iran und verlangten, dass die Verantwortlichen in Teheran für ihre Taten gegen die eigene Bevölkerung zur Rechenschaft gezogen werden. Die Stimmung war geprägt von der Hoffnung auf internationale Solidarität.
Internationale Protestwelle gegen das iranische Regime
Die Münchner Demonstration war Teil einer weltweiten Protestwelle. Parallel fanden am Samstag Großdemonstrationen in Toronto und Los Angeles statt. Diese internationalen Aktionen stehen im Zusammenhang mit den Massenprotesten im Iran um den Jahreswechsel, die gewaltsam niedergeschlagen wurden und bei denen Tausende Menschen getötet wurden.
Reza Pahlavi rief sowohl im Iran lebende als auch exilierte Iraner dazu auf, den Widerstand gegen die Führung in Teheran fortzusetzen. »Meine Landsleute warten ungeduldig auf Hilfe von außen«, betonte er.
Vielfältiges Demonstrationsgeschehen in München
Neben der Großdemonstration gegen das iranische Regime fanden am Wochenende in München etwa 15 weitere Protestveranstaltungen statt. Darunter war eine Kundgebung auf dem Odeonsplatz unter dem Motto »Macht Frieden! Nein zur Münchner Kriegskonferenz« sowie eine Veranstaltung mit rund 3.000 Teilnehmern zur Unterstützung der Ukraine mit dem Slogan »Starkes Europa zusammen mit der Ukraine«.
Die Münchner Sicherheitskonferenz, eines der wichtigsten außenpolitischen Foren weltweit, bot damit nicht nur hochrangigen diplomatischen Austausch, sondern auch eine Bühne für zivilgesellschaftliches Engagement und politischen Protest.



