Die Bundeswehr soll entbürokratisiert werden, so der Plan des Verteidigungsministeriums. Und ja, es gibt Bedarf! Einige der skurrilsten Vorschriften der Bundeswehr zeigen, wie sehr die Truppe unter überflüssiger Bürokratie leidet.
Skurrile Vorschriften im Überblick
Zu den kuriosesten Regelungen zählen unter anderem die Vorschrift, dass Soldaten beim Marschieren exakt 80 Zentimeter Schrittlänge einhalten müssen, oder dass Dienstfahrzeuge nur mit einer maximalen Geschwindigkeit von 50 km/h auf Kasernengeländen bewegt werden dürfen – selbst auf geraden Strecken ohne Hindernisse.
Weitere Beispiele
- Das Verbot, während der Dienstzeit Kaffee zu trinken, es sei denn, es handelt sich um offizielle Pausen.
- Die Pflicht, jede noch so kleine Reparatur an einem Fahrzeug schriftlich zu dokumentieren, selbst wenn es nur um den Austausch einer Glühbirne geht.
- Die Regel, dass Uniformen nur in bestimmten, genehmigten Reinigungen gereinigt werden dürfen, was oft zu langen Wartezeiten führt.
Der Plan zur Entbürokratisierung
Das Verteidigungsministerium hat angekündigt, diese und viele weitere Vorschriften auf den Prüfstand zu stellen. Ziel ist es, die Effizienz der Bundeswehr zu steigern und den Soldaten mehr Freiräume zu schaffen. Ein erster Schritt soll die Abschaffung von mindestens 20 Prozent der internen Vorschriften sein.
Die Maßnahmen stoßen bei vielen Soldaten auf Zustimmung. Sie hoffen, dass die Entbürokratisierung nicht nur den Dienstalltag erleichtert, sondern auch die Einsatzbereitschaft der Truppe erhöht.



