Moskau: Siegesparade ohne Panzer und Raketen aus Drohnenangst
Siegesparade in Moskau ohne Militärtechnik

Bei der traditionellen Siegesparade in Moskau wird in diesem Jahr auf die Vorführung von Panzern und Raketen verzichtet. Grund sind Befürchtungen vor ukrainischen Drohnenangriffen, wie das russische Verteidigungsministerium mitteilte. Die Parade am 9. Mai, die den Sieg über Nazi-Deutschland im Zweiten Weltkrieg feiert, soll dennoch Tausende Soldaten auf dem Roten Platz zeigen.

Keine Militärtechnik aus Sicherheitsgründen

Das Verteidigungsministerium erklärte, die Vorführung von Militärtechnik entfalle wegen der „operativen Lage“. Stattdessen werde während der Fernsehübertragung der Einsatz russischer Soldaten aller Waffengattungen gezeigt – auch im Krieg gegen die Ukraine und in den Kommandoposten der Nuklearstreitkräfte. Der Vorbeimarsch Tausender Offiziersanwärter auf dem Roten Platz bleibe jedoch bestehen.

Ukrainische Drohnenangriffe als Hintergrund

In den vergangenen Monaten hat die ukrainische Armee ihre Gegenangriffe mit Kampfdrohnen auf das russische Hinterland ausgeweitet. Diese Entwicklung hat die russische Führung dazu veranlasst, die Sicherheitsvorkehrungen für die Parade zu verschärfen. Bereits in früheren Jahren schwankte der Umfang der gezeigten Militärtechnik; zuletzt wurde 2007 keine Technik vorgeführt.

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Unsterbliches Regiment in angepasster Form

Eine weitere traditionelle Gedenkaktion ist das sogenannte Unsterbliche Regiment, bei dem Russen Porträts von im Krieg getöteten Verwandten tragen. In diesem Jahr soll die Aktion je nach regionaler Sicherheitslage entweder als realer Marsch oder online stattfinden. Die Parade am 9. Mai diente stets auch dazu, mit Interkontinentalraketen und modernen Panzern die Macht Russlands zu demonstrieren – ein Symbol, das in diesem Jahr aus Sicherheitsgründen ausgesetzt wird.

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