Neues Feuerwehrhaus in Altenhof rückt näher: Förderprogramm senkt Kosten deutlich
Feuerwehrhaus Altenhof: Förderprogramm senkt Kosten

Neues Feuerwehrhaus in Altenhof rückt näher: Förderprogramm senkt Kosten deutlich

Für die Feuerwehr in Altenhof bei Röbel an der Müritz rückt ein lang gehegter Wunsch in greifbare Nähe. Der Ort soll vom sogenannten Musterfeuerwehrhaus-Programm des Landes Mecklenburg-Vorpommern profitieren. Innenminister Christian Pegel (SPD) überbrachte persönlich die Förderankündigung aus Schwerin. „Damit rückt auch die Erfüllung unseres Wunsches nach einem neuen Gerätehaus ein gutes Stück näher“, fasste Bürgermeister Sven Becher den bedeutenden Besuch zusammen.

Entscheidende Frist für die Baugrunduntersuchung

Die Förderzusage ist jedoch an eine entscheidende Bedingung geknüpft. Bis zum 31. August dieses Jahres muss die Gemeinde die noch fehlende Baugrunduntersuchung einreichen, damit der Bauantrag fristgerecht gestellt werden kann. Ohne diese Unterlagen würde ein anderer Bewerber aus der Warteliste nachrücken. Die Verantwortlichen in Altenhof zeigen sich zuversichtlich, diese Hürde zu nehmen. Ein Großteil der erforderlichen Dokumente ist bereits vorbereitet, und die Baubehörde wurde frühzeitig in die Planungen eingebunden.

Das vorgesehene Grundstück für den Neubau liegt in direkter Nachbarschaft zum bisherigen Standort der Feuerwehr. Dies erleichtert den Übergang und gewährleistet die gewohnte Erreichbarkeit für die Einsatzkräfte.

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Standardisierung senkt Kosten erheblich

Ein Blick auf die Finanzierung verdeutlicht, warum das Landesprogramm für kleinere Gemeinden wie Altenhof so attraktiv ist. Üblicherweise bewegen sich die Kosten für ein neues Feuerwehrgerätehaus zwischen 1,5 und 2,1 Millionen Euro, oft sogar darüber. „Jetzt liegen wir bei knapp unter 1,1 Millionen Euro für ein Musterfeuerwehrhaus mit zwei Stellplätzen“, erläuterte Innenminister Christian Pegel. Für Altenhof wurden Fördermittel in Höhe von 600.000 Euro in Aussicht gestellt.

Das Prinzip der Kostensenkung basiert auf standardisierten Ausschreibungen und vereinheitlichten Bauplänen. „Unser Versuch ist es, mit einer Ausschreibung für die gleichen Arbeiten den Prozess zu vereinfachen und Geld zu sparen“, so der Minister. Erfahrungen aus Rahmenverträgen für Feuerwehrfahrzeuge hätten gezeigt, dass Einsparungen von etwa 20 Prozent pro Fahrzeug möglich sind. „Diesen Kosteneffekt wollen wir gerne auf die Gebäude übertragen.“

Alte Traktorenhalle am Limit der Belastbarkeit

Wie dringend notwendig ein Neubau ist, offenbart ein Blick auf die aktuellen Unterbringungsverhältnisse. Die Feuerwehr Altenhof ist seit Jahrzehnten in einer umgebauten, alten Traktorenhalle untergebracht. Diese musste immer wieder mit erheblichem Aufwand und viel Improvisation an die steigenden Anforderungen angepasst werden.

So wurde beispielsweise das Fundament ausgehoben, damit das inzwischen 26 Jahre alte Löschgruppenfahrzeug überhaupt in die Halle passt. Dennoch bleibt nur wenig Spielraum nach oben. Langfristig ist der Ersatz des vorhandenen LF 8 durch ein moderneres LF 10 mit rund 1.200 Litern Wassertank geplant – ein Anliegen, das sowohl die aktiven Kameraden als auch Bürgermeister Sven Becher nachdrücklich unterstützen.

Altenhof: Zentrale Lage mit vielfältigen Einsatzbereichen

Die Gemeinde Altenhof mit ihrem Ortsteil Darze liegt an der Bundesstraße 198 und umfasst mehrere verantwortungsvolle Einsatzbereiche für die Feuerwehr. Dazu zählen:

  • Fünf Wohnblöcke mit insgesamt 65 Wohnungen, die zu etwa 90 Prozent ausgelastet sind
  • Ein Kindergarten und eine Grundschule
  • Ein landwirtschaftlicher Betrieb mit angeschlossener Biogasanlage
  • Zwei geplante Photovoltaikanlagen, deren Bauvorhaben weit fortgeschritten sind

Hinzu kommt die wichtige Rolle als Stützpunktwehr für umliegende Gemeinden. Aufgrund der zentralen Lage ist Altenhof ein unverzichtbarer Partner im regionalen Hilfeleistungssystem. Das neue Gerätehaus würde somit nicht nur die örtliche Feuerwehr stärken, sondern die Sicherheitsinfrastruktur der gesamten Region nachhaltig verbessern.

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Die Förderankündigung markiert einen wichtigen Meilenstein für das Gemeinwesen in Altenhof. Sie steht symbolisch für das Engagement der Freiwilligen, den Zusammenhalt in der Gemeinde und die zukunftsorientierte Sicherung der örtlichen Infrastruktur. Alle Beteiligten hoffen nun, dass die finale Baugrunduntersuchung positiv ausfällt und der Weg für den modernen Neubau frei gemacht werden kann.