Lychen sucht neuen Bootssteg-Pächter: Drei Bewerbungen liegen vor
Lychen: Drei Bewerbungen für Bootssteg-Pacht

Wer übernimmt den Bootssteg in Lychen? Entscheidung der Stadtverordneten steht bevor

In der malerischen Flößerstadt Lychen bereiten sich die Stadtverordneten auf eine wichtige Entscheidung vor: Die Vergabe des Pachtvertrags für den kommunalen Bootssteg an der Postablage. Nachdem die Ausschreibungsfrist am 20. März abgelaufen ist, liegen nun drei Bewerbungen vor, die das weitere Vorgehen bestimmen werden.

Drei Bewerbungen mit unterschiedlichen Konzepten

Bürgermeisterin Karola Gundlach (parteilos) bestätigte gegenüber der Redaktion, dass insgesamt drei Bewerbungen eingegangen sind. Eine Bewerbung betrifft ausschließlich die Bewirtschaftung des angeschlossenen Bistros, während die beiden anderen Unternehmen aus der Privatwirtschaft den gesamten Bootssteg betreiben möchten. Interessant ist dabei die unterschiedliche Erfahrung der Bewerber: Ein Unternehmen verfügt bereits über Kenntnisse in der Vermietung von Bootsstegen, während das andere noch keine entsprechenden Referenzen vorweisen kann.

Die Bürgermeisterin betonte, dass beide Hauptbewerber den Steg als Kern ihres Geschäfts betrachten wollen. Allerdings haben sich bereits bei den ersten Kontakten Nachverhandlungsbedarf ergeben. Die Bewerber möchten bestimmte Details der Ausschreibung nochmals besprechen, was den Entscheidungsprozess verkomplizieren könnte.

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Stadtverordnete im Entscheidungsprozess

Um eine zügige Entscheidung zu ermöglichen, hat Bürgermeisterin Gundlach die Fraktionsvorsitzenden sowie den fraktionslosen AfD-Stadtverordneten Peter Läufer über die eingegangenen Bewerbungen informiert. Am 8. April erhalten die Stadtverordneten die Gelegenheit, mit beiden Hauptbewerbern persönlich zu sprechen und deren Konzepte detailliert zu besprechen.

Im optimalen Fall könnten die Stadtverordneten bereits in ihrer regulären Sitzung am 13. April eine Entscheidung treffen. Sollte bis dahin keine Einigung erzielt werden, plant die Bürgermeisterin eine Sondersitzung, da die nächste reguläre Zusammenkunft erst am 1. Juni stattfinden würde – mitten in der touristischen Hochsaison.

Auswirkungen auf Bootsbesitzer und Tourismus

Die anstehende Entscheidung hat direkte Auswirkungen auf die Bootsbesitzer in Lychen. Viele von ihnen warten auf eine Zusage für Dauerliegeplätze am Steg, können aber erst berücksichtigt werden, wenn die Vorstellungen der neuen Pächter zur Bewirtschaftung bekannt sind. Die Stadt hält sich mit entsprechenden Zusagen daher vorerst zurück.

Das Vergabeverfahren wurde notwendig, nachdem die Stadt dem bisherigen Pächter vor etwa einem Jahr gekündigt hatte. Als Notlösung existiert ein „Plan B“, bei dem die Stadt den Steg vorübergehend selbst bewirtschaften würde. Bürgermeisterin Gundlach sieht jedoch aktuell keine Notwendigkeit, auf diese Option zurückzugreifen, solange das reguläre Vergabeverfahren läuft.

Touristische Bedeutung des Bootsstegs

Der Bootssteg in Lychen spielt eine zentrale Rolle für den Tourismus in der Region. Sowohl Einheimische als auch Besucher nutzen die Anlage, um mit ihren Booten anzulegen und die malerische Seenlandschaft der Uckermark zu erkunden. Mit dem Beginn der wärmeren Jahreszeit und der anstehenden touristischen Saison wird die Entscheidung über den neuen Pächter daher immer dringlicher.

Die Stadtverordneten stehen vor der Herausforderung, nicht nur einen zuverlässigen Betreiber zu finden, sondern auch sicherzustellen, dass der Bootssteg den Bedürfnissen aller Nutzergruppen gerecht wird. Die anstehenden Gespräche mit den Bewerbern werden zeigen, welche Konzepte am besten zur touristischen Infrastruktur Lychens passen.

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