Bürgermeisterwahl in Ueckermünde: Sieben Kandidaten kämpfen um das Stadtoberhaupt
Sieben Kandidaten bei Bürgermeisterwahl in Ueckermünde

Sieben Bewerber streben nach Bürgermeisteramt in Ueckermünde

Am kommenden Sonntag, dem 12. April 2026, stehen die Bürger der Stadt Ueckermünde vor einer wichtigen Entscheidung: Sie wählen aus insgesamt sieben Kandidaten ihren neuen Bürgermeister. Die Wahllokale öffnen um 8 Uhr und schließen um 18 Uhr. Die Briefwahl verläuft bislang jedoch nur schleppend, was Sorgen um die Wahlbeteiligung aufkommen lässt.

Die Kandidaten im Überblick

Zur Wahl stehen sieben Männer, die um das Amt des Stadtoberhaupts konkurrieren. Fünf von ihnen treten als parteilose Einzelbewerber an: Tino Spiegelberg, René Hafenstein, Karsten Berndt, Meik von Deetzen und Martin Kühnl-Mossner. Zwei Kandidaten sind Mitglieder politischer Parteien: Hartmut Baranowski von der AfD und Jeremy Brehme vom Bündnis Deutschland.

Der amtierende Bürgermeister Jürgen Kliewe, der ebenfalls parteilos ist, hat nicht erneut kandidiert und wird am 9. Juli 2026 in den Ruhestand gehen. Zuvor wird er die Amtsgeschäfte an seinen gewählten Nachfolger übergeben, der die Stadt für die nächsten sieben Jahre führen wird.

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Wahlorganisation und Wahllokale

Für die Bürgermeisterwahl hat die Stadt Ueckermünde zehn Wahlbezirke eingerichtet. Die Wahlurnen sind an verschiedenen Standorten aufgestellt:

  • Bürgersaal des Rathauses (barrierefrei)
  • Bauhof in der Ueckerstraße 4a
  • Begegnungsstätte der Volkssolidarität in der Chausseestraße 25
  • Zooschule Am Tierpark in der Chausseestraße 76
  • Gebäude der GWW (Gemeinnützige Werk- und Wohnstätten)

Weitere Wahllokale befinden sich in der „Schiffslaterne“ in der Oststraße 10b, im Freizeitzentrum in Ueckermünde Ost und im Feuerwehrgerätehaus im Ortsteil Bellin. Die Bewohner der Wahlbezirke 7 und 9 geben ihre Stimme in der Haff-Grundschule ab. Alle Wahllokale sind von 8 bis 18 Uhr geöffnet und barrierefrei erreichbar.

Sorgen um geringe Wahlbeteiligung

Wahlleiter Sven Behnke zeigt sich besorgt über die bisher geringe Anzahl von Briefwahlanträgen. Bis Mittwoch hatten nur 647 der 7512 wahlberechtigten Ueckermünder Briefwahlunterlagen angefordert. Bei Bundestags- und Landtagswahlen waren es regelmäßig über 1000 Anträge. Behnke befürchtet, dass dies ein Indiz für eine niedrige Wahlbeteiligung am Sonntag sein könnte.

„Das Interesse der Bürger an Bundestags- und Landtagswahlen ist traditionell höher als an Kommunal- und Bürgermeisterwahlen“, erklärt Behnke. Dennoch ruft er alle Wahlberechtigten auf, ihr Stimmrecht zu nutzen und mitzuentscheiden, wer die Stadt in den kommenden Jahren führen soll.

Vorbereitungen und Auszählung

Insgesamt 72 Wahlhelfer werden am Wahltag in den Wahllokalen und in den beiden Briefwahllokalen im Rathaus im Einsatz sein. Die meisten Helfer kommen aus der Stadtverwaltung, aber es gab auch viele neue Interessenten. Wahlleiter Behnke und seine Stellvertreterin Julia Wernicke werden den gesamten Tag über vor Ort sein. Am Abend kommen zwei weitere Kolleginnen hinzu, um die Schnellmeldungen aus den Wahllokalen entgegenzunehmen.

Die Auszählung der Stimmen beginnt um 18 Uhr. Die Briefwahlvorstände treffen sich bereits um 16 Uhr im Rathaus, um das Ergebnis vorzubereiten. Die Auszählung findet im Beratungsraum 314 im Dachgeschoss und im Beratungsraum 207 im Bauamt statt. Interessierte Bürger können die Auszählungen in den Wahllokalen und im Rathaus verfolgen.

Stichwahl möglich

Am Dienstag, dem 14. April, kommt der Wahlausschuss im Bürgersaal zusammen, um das amtliche Endergebnis festzustellen. Dort wird auch bekannt gegeben, ob am 26. April eine Stichwahl zwischen den beiden bestplatzierten Kandidaten notwendig wird. Sollte kein Kandidat die absolute Mehrheit erreichen, entscheidet die Stichwahl über den neuen Bürgermeister Ueckermündes.

Die Wahl ist damit nicht nur eine Personalentscheidung, sondern auch ein wichtiger demokratischer Akt für die Zukunft der Stadt. Alle Beteiligten hoffen auf eine rege Teilnahme der Bürger, um die Legitimität des neuen Stadtoberhaupts zu stärken.

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