Landesweite Proteste gegen Trump: Millionen demonstrieren unter dem Motto 'No Kings'
In den Vereinigten Staaten von Amerika sind am Samstag landesweit Menschen gegen die Regierung von US-Präsident Donald Trump auf die Straße gegangen. Unter dem Motto „No Kings“, was auf Deutsch „Keine Könige“ bedeutet, versammelten sich nach Angaben der Veranstalter in allen 50 Bundesstaaten zahlreiche Demonstrierende, um gegen die Politik der republikanischen Regierung zu protestieren. Insgesamt wurden mehr als 3.000 Veranstaltungen angemeldet, wobei viele Kundgebungen bis in den späten Nachmittag Ortszeit andauerten.
Massive Mobilisierung in Washington und bundesweit
In der US-Hauptstadt Washington zogen am Morgen Ortszeit geschätzte Zehntausende Demonstrierende über die Memorial Bridge in Richtung Innenstadt. Unter den Teilnehmern befanden sich auch zahlreiche ältere Menschen, was die breite gesellschaftliche Basis der Proteste unterstreicht. Die Organisatoren, ein Bündnis verschiedener zivilgesellschaftlicher Gruppen, erwarteten Medienberichten zufolge landesweit rund neun Millionen Teilnehmer. Sie sprachen damit von einer der größten Protestmobilisierungen in der Geschichte des Landes, die bereits im vergangenen Jahr ähnliche Aktionen mit Millionen von Menschen auf den Straßen gesehen hatte.
Zentrale Kundgebung in St. Paul und breite Kritik
Als zentrale Veranstaltung der landesweiten Proteste gilt eine Kundgebung in St. Paul im US-Bundesstaat Minnesota, wo am Nachmittag Ortszeit bis zu 100.000 Teilnehmer erwartet wurden. Hintergrund sind unter anderem umstrittene Einsätze von Bundesbehörden im Zuge verschärfter Maßnahmen gegen Migration, die in der Region zuvor zu wochenlangen Protesten geführt hatten. Dabei kamen auch zwei US-Bürger durch Schüsse von Bundesbeamten ums Leben, was die Spannungen weiter anheizte.
Die Proteste richten sich neben der Migrationspolitik der US-Regierung auch gegen außenpolitische Entscheidungen sowie steigende Lebenshaltungskosten. Kritiker werfen Trump vor, demokratische Prinzipien wie Meinungsfreiheit, Bürgerrechte und das Wahlrecht zu untergraben. „Trump will wie ein Tyrann über uns herrschen. Aber dies ist Amerika, und die Macht liegt beim Volk – nicht bei Möchtegern-Königen oder ihren milliardenschweren Kumpanen“, erklärten die Organisationen im Vorfeld der Demonstrationen.
Breite gesellschaftliche Unterstützung
Nach Angaben der Organisatoren in US-Medienberichten stammt ein großer Teil der Anmeldungen aus konservativ geprägten ländlichen Regionen und Vororten, nicht nur aus klassischen Hochburgen der Demokraten. Dies zeigt, dass die Kritik an der Regierungspolitik über parteipolitische Grenzen hinweg reicht und eine breite gesellschaftliche Basis hat. Die Demonstrationen verdeutlichen die wachsende Unzufriedenheit mit der aktuellen politischen Lage in den USA.



