Bundeswehr fliegt NATO-Soldaten unter hohem Risiko aus Irak aus – Iran-Krieg zwingt zu Evakuierung
Bundeswehr evakuiert NATO-Soldaten aus Irak wegen Iran-Krieg

NATO-Mission im Irak komplett abgezogen – Bundeswehr organisiert riskante Evakuierung

Wegen der eskalierenden Sicherheitslage durch den Iran-Krieg hat die NATO ihre gesamte Mission im Irak abgezogen. Das Oberkommando der Alliierten Streitkräfte in Europa (Shape) bestätigte am Freitag, den 20. März 2026, dass das Personal der NATO Mission Iraq (NMI) sicher nach Europa verlegt wurde. Die Mission wird nun vom Einsatzhauptquartier in Neapel aus weitergeführt, während die Präsenz vor Ort vorübergehend eingestellt bleibt.

Deutsche Beteiligung an der Evakuierung unter extremen Bedingungen

Das Bundesverteidigungsministerium bestätigte den Abzug des Bundeswehr-Personals aus Bagdad. Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) hob hervor, dass die Rückverlegung des NATO-Personals unter maßgeblicher Beteiligung der Bundeswehr erfolgte. Mit mehreren Transportmaschinen vom Typ A400M wurden Personal und Material unter sehr riskanten Bedingungen aus der irakischen Hauptstadt ausgeflogen.

Die deutschen Soldatinnen und Soldaten, die im Rahmen von NMI in Bagdad eingesetzt waren, kehrten am Donnerstag wohlbehalten nach Deutschland zurück. Die Evakuierung erfolgte angesichts der bedrohlichen Sicherheitslage, nachdem die US-Botschaft in der Grünen Zone Bagdads seit Kriegsbeginn mehrmals Ziel von Angriffen geworden war.

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Irakische Regierung bestätigt vorübergehenden Abzug

Aus irakischen Regierungskreisen wurde ein vorübergehender Abzug der gesamten NATO-Mission bestätigt. Die irakische Regierung betonte, dass es keine Meinungsverschiedenheiten mit der NATO gebe, sondern dass die Allianz wegen der Lage besorgt sei. Der Oberbefehlshaber der NATO-Truppen in Europa, Alexus Grynkewich, bedankte sich ausdrücklich beim Irak und allen Verbündeten für die Unterstützung bei der sicheren Verlegung.

Fortsetzung der deutschen Einsätze in der Region

Trotz des Abzugs aus Bagdad nehmen weiterhin knapp 200 deutsche Soldatinnen und Soldaten im Raum Nordirak und Jordanien an Einsätzen gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) teil. Diese Kräfte sind weiterhin mit dem Aufbau der irakischen Streit- und Sicherheitskräfte beauftragt. Die genaue Verteilung der Truppen im Nordirak bleibt jedoch unklar.

Die NATO Mission Iraq war 2018 auf Anfrage der irakischen Regierung ins Leben gerufen worden und diente primär der Beratung und Ausbildung irakischer Sicherheitskräfte. Seit Mai 2025 wird sie vom französischen General Christophe Hintzy geleitet. Aus französischen Militärkreisen hieß es, der Abzug sei angesichts der aktuellen Bedrohungslage notwendig geworden.

Die Mission hatte ihr Hauptquartier bislang auf einem irakischen Militärstützpunkt in der Grünen Zone Bagdads, in unmittelbarer Nähe zur US-Botschaft. Neben der Unterstützung beim Aufbau der irakischen Streitkräfte zielte die Mission auch darauf ab, ein Wiedererstarken des Islamischen Staates zu verhindern.

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