165 Tage Atlantiküberquerung: Gorch Fock startet historische Amerika-Reise
Gorch Fock startet historische Amerika-Reise

Historische Atlantiküberquerung: Gorch Fock startet 165-tägige Amerika-Reise

In Kiel hat das legendäre Segelschulschiff Gorch Fock die Leinen gelöst und ist zu einer außergewöhnlichen Reise aufgebrochen. Erstmals seit vielen Jahren überquert die traditionsreiche Bark wieder den Atlantischen Ozean. Insgesamt 165 Tage wird die Gorch Fock unterwegs sein, bevor sie Mitte September nach Kiel zurückkehren soll.

Route mit historischen Stationen

Kommandant Elmar Bornkessel steuert das Schiff zunächst nach Bayonne in Frankreich, bevor es weiter zu den Kanarischen Inseln geht. Von Las Palmas auf Gran Canaria aus beginnt die eigentliche Atlantiküberquerung. Die Route führt anschließend nach Bermuda, Norfolk, Baltimore und New York in den USA sowie nach Halifax in Kanada und schließlich nach Reykjavík auf Island.

Höhepunkt: 250-Jahr-Feier der USA in New York

Der absolute Höhepunkt der Reise erwartet die Besatzung am 4. Juli 2026 in New York. An diesem Tag feiern die Vereinigten Staaten ihren 250. Unabhängigkeitstag. Die Gorch Fock wird Teil einer gigantischen Flottenparade sein, bei der mehr als 100 Großsegler aus aller Welt erwartet werden. Mehrere Millionen Zuschauer sollen das Spektakel verfolgen, das mit einem großen Feuerwerk gekrönt wird.

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Emotionale Regatta in Boston

Von New York aus segelt die Gorch Fock weiter nach Boston, wo sie an einer besonderen Regatta teilnehmen wird. Dort treffen sich erstmals seit 1976 wieder alle Schwesterschiffe zur Verleihung der Five Sisters Trophy. Neben der deutschen Gorch Fock werden die Eagle aus den USA, die Sagres aus Portugal und die Mircea aus Rumänien erwartet. Die Gorch Fock 1 als Museumsschiff nimmt nicht teil.

Junge Bundeswehr-Soldaten an Bord

Besonders spannend: An Bord befinden sich 21 Teilnehmer des neuen Work & Travel-Programms der Bundeswehr. Unter ihnen sind die beiden Obergefreiten Tia (20) aus Hannover und Max aus der Nähe von Köln. „Die Aufregung ist riesig“, verriet Tia vor dem Start. „Ich würde die Erfahrung auf jeden Fall gerne mitnehmen und unbedingt in die Wanten klettern.“

Max freut sich besonders auf die Atlantiküberquerung: „Das ist eine einmalige Sache, mit einem Segelschiff über den großen, weiten Atlantik zu fahren.“ Beide jungen Soldaten wollen sich nach der Schule zunächst ein Bild von der Bundeswehr machen – eine Karriere bei der Truppe steht für sie noch offen.

Volle Auslastung und diplomatische Mission

In Las Palmas steigen die ersten Kadetten für ihre Segelausbildung zu, sodass das Schiff dann vollständig ausgelastet sein wird. Kommandant Bornkessel rechnet mit einer anspruchsvollen Reise, ist aber optimistisch: Die Bedingungen seien gut, Wind und Wetter passten – zumindest zum Start.

Neben der Ausbildung hat die Gorch Fock eine weitere wichtige Mission: Sie fungiert als Botschafterin Deutschlands. In allen Häfen sind offizielle Empfänge geplant, bei denen die Besatzung interessante Begegnungen und den kulturellen Austausch fördern will. Der Kapitän zeigte sich zuversichtlich, eine gute Plattform für internationale Beziehungen zu bieten.

Die Rückkehr nach Kiel ist für den 19. September 2026 vorgesehen, wenn die Gorch Fock nach ihrer historischen Atlantiküberquerung und den vielen eindrucksvollen Erlebnissen wieder in heimischen Gewässern ankommen wird.

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