Dänemark-Wahl: Sozialdemokraten stürzen auf historisches Tief ab
Die Parlamentswahl in Dänemark hat zu einem dramatischen Einbruch für die regierenden Sozialdemokraten geführt. Nach ersten Prognosen der großen Fernsehsender DR und TV2 steuert die Partei von Ministerpräsidentin Mette Frederiksen auf ein historisch schlechtes Ergebnis zu. Dennoch bleiben die Sozialdemokraten voraussichtlich stärkste Kraft im neuen Parlament.
Regierungsbildung gestaltet sich schwierig
Die bisherige Regierungskoalition aus Sozialdemokraten, rechtsliberaler Venstre und der Partei Moderaterne von Außenminister Lars Løkke Rasmussen verfehlt nach den Prognosen deutlich die erforderliche Mehrheit. Auch ein klassisches links-grünes Bündnis wäre auf die Unterstützung mindestens einer weiteren Partei angewiesen, höchstwahrscheinlich der in der politischen Mitte angesiedelten Moderaterne.
Damit ist völlig unklar, ob Mette Frederiksen das Land eine dritte Amtszeit lang regieren kann. Die Nachwahlbefragungen zeichnen am Abend unklare Mehrheitsverhältnisse ab, die eine stabile Regierungsbildung erschweren.
Historischer Absturz der Sozialdemokraten
Die Sozialdemokraten, die seit Jahren die politische Landschaft Dänemarks dominieren, erleiden bei dieser Wahl einen schweren Rückschlag. Das prognostizierte Ergebnis markiert einen historischen Tiefpunkt für die Partei und stellt ihre Führungsrolle in Frage.
Rund 4,3 Millionen wahlberechtigte Däninnen und Dänen waren aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. Ein vorläufiges Endergebnis könnte im Laufe der Wahlnacht feststehen und mehr Klarheit über die künftige politische Ausrichtung des Landes bringen.
Die Wahl in Dänemark zeigt damit nicht nur die Schwächung der etablierten Sozialdemokraten, sondern auch die Fragmentierung des politischen Spektrums, die stabile Mehrheiten immer schwieriger macht.



