Kamala Harris deutet Kandidatur für US-Präsidentschaftswahl 2028 an
Kamala Harris denkt über Kandidatur 2028 nach

Kamala Harris deutet Kandidatur für US-Präsidentschaftswahl 2028 an

Knapp anderthalb Jahre nach ihrer deutlichen Niederlage bei der US-Präsidentschaftswahl 2024 hat die frühere Vizepräsidentin Kamala Harris ihre Bereitschaft signalisiert, bei der nächsten Wahl im Jahr 2028 erneut anzutreten. Bei einer Veranstaltung der Bürgerrechtsorganisation National Action Network in New York antwortete Harris auf die Frage nach einer möglichen Kandidatur mit den Worten: "Ich könnte, ich könnte. Ich denke darüber nach!"

Stärkster Hinweis auf politisches Comeback

Diese Äußerung gilt als bisher deutlichster Hinweis darauf, dass die 61-jährige Demokratin einen erneuten Anlauf auf das höchste Amt der Vereinigten Staaten plant. Harris betonte bei der von Bürgerrechtler Al Sharpton organisierten Veranstaltung, sie sei während ihrer Zeit als Vizepräsidentin nur "einen Herzschlag" von der Präsidentschaft entfernt gewesen. "Ich habe viele Stunden im Oval Office, im Situation Room verbracht. Ich kenne den Job. Und ich weiß, was er erfordert", führte die ehemalige Vizepräsidentin weiter aus.

Die Demokratin hatte die Wahl 2024 klar gegen den republikanischen Herausforderer Donald Trump verloren, nachdem sie die Partei nur wenige Wochen vor der Wahl zur Kandidatin ernannt hatte. Dieser Wechsel erfolgte, nachdem US-Präsident Joe Biden sich nach einem katastrophal verlaufenen Fernsehduell gegen Trump im Juli 2024 aus dem Wahlkampf zurückgezogen hatte.

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Herausfordernder Weg zur Nominierung

Obwohl erste Umfragen darauf hindeuten, dass Harris unter den möglichen demokratischen Kandidaten am bekanntesten ist, wäre der Weg zu einer Nominierung als Präsidentschaftskandidatin der Demokraten noch lang und beschwerlich. Im Gegensatz zu 2024 müsste sich Harris bei den Vorwahlen gegen diverse Mitbewerber durchsetzen.

Bei derselben Veranstaltung traten mehrere weitere potenzielle Kandidaten der Demokraten auf, darunter:

  • Josh Shapiro, Gouverneur von Pennsylvania
  • Pete Buttigieg, früherer Verkehrsminister
  • JB Pritzker, Gouverneur von Illinois

Politisches Erbe und Herausforderungen

Nach ihrer Niederlage hatte sich Harris zunächst aus dem Rampenlicht zurückgezogen, veröffentlichte jedoch im vergangenen September ihre Memoiren und absolvierte zuletzt mehrere Auftritte in den US-Südstaaten. Aus ihr nahestehenden Kreisen hieß es zuletzt, Harris sei zwar noch unentschlossen, übernehme aber erste Schritte für eine mögliche Kandidatur.

An der Eignung von Harris für das Präsidentenamt gibt es jedoch auch Zweifel. Als Vizepräsidentin unter Biden galt sie bestenfalls als unbeschriebenes Blatt und schlimmstenfalls als politischer Flop. Sie hatte sich zur Botschafterin der Lebensfreude stilisiert, doch mit dieser Strategie konnte sie Trump nicht stoppen, der im Wahlkampf nach dem Attentat gegen ihn einen immer rüderen Ton anschlug.

Harris verlor die Wahl 2024 auf ganzer Strecke, während Trump in nahezu allen Bevölkerungsgruppen zulegen konnte:

  1. Bei Schwarzen und Latinos
  2. Bei alten Frauen und jungen Männern
  3. Im Mittleren Westen und an der mexikanischen Grenze
  4. In Swing States und selbst in traditionellen Hochburgen wie New York City

In den vergangenen Wochen und Monaten hatten bereits mehrere prominente Politiker der Demokratischen Partei eine mögliche Kandidatur für 2028 angedeutet, was den Wettbewerb um die Nominierung zusätzlich verschärfen dürfte.

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