Penny DEL Halbfinale: Köln gleicht Serie aus, München steht mit Rücken zur Wand
In den Halbfinal-Serien der Deutschen Eishockey Liga (DEL) zeichnen sich spannende Entwicklungen ab. Während die Kölner Haie mit einem deutlichen 5:1-Erfolg gegen die Eisbären Berlin den Serienausgleich schafften, gerät Rekordmeister München durch eine 2:3-Niederlage nach Verlängerung gegen die Adler Mannheim gehörig unter Druck.
Kölns Torwart Juvonen als Rückhalt, Berliner Leistungsträger enttäuschen
Vor 18.600 Zuschauern in der Lanxess Arena zeigten die Kölner Haie eine beeindruckende Leistung. Nach einem schwachen ersten Spiel war Torwart Janne Juvonen wieder der große Rückhalt seines Teams und parierte zahlreiche Berliner Chancen. „Das erste Drittel war sehr gut, aber dann haben wir aufgehört Eishockey zu spielen“, analysierte Eisbären-Trainer Serge Aubin die Leistung seiner Mannschaft.
Die Berliner konnten ihre Führung durch Yannick Veilleux (33. Minute) nicht über die Zeit retten. Statt im Powerplay auf 2:0 zu erhöhen, verschenkten sie diese Überzahl, und Köln kam zum verdienten Ausgleich. Besonders enttäuschend agierten vermeintliche Leistungsträger wie Liam Kirk und Leo Pföderl, die im Play-off-Modus nicht die erwarteten Leistungen bringen.
Verletzung von Noebels macht sich bemerkbar
Das verletzungsbedingte Fehlen von Nationalspieler Marcel Noebels hinterließ bei den Eisbären deutliche Lücken. Die Kölner nutzten diese Schwächen konsequent aus und drehten das Spiel nach dem ersten Drittel komplett. Bereits nach 40 Minuten stand es 4:1 für die Haie, ehe der Endstand von 5:1 fixiert wurde.
Eine unschöne Szene ereignete sich 3:26 Minuten vor Spielende, als Yannick Veilleux mit einem üblen Foul gegen Kölns Juhani Tyrväinen auffiel. Der Berliner Stürmer wird voraussichtlich für das nächste Spiel gesperrt – ein weiterer Rückschlag für die Hauptstädter.
München verliert kurios, Mannheim führt 2:0
Während Köln den Ausgleich schaffte, steht Titelverteidiger München mit dem Rücken zur Wand. Die Adler Mannheim gewannen das zweite Halbfinalspiel mit 3:2 nach Verlängerung und führen die Serie nun mit 2:0.
Entscheidend war ein kurioses Tor von Justin Schütz in der Verlängerung. „So ein Tor habe ich auch noch nicht erzielt“, kommentierte der Mannheimer Stürmer den Treffer, bei dem der Puck von der Bande an den Schoner des Münchner Torwarts prallte und von dort ins Tor abgefälscht wurde.
Ausblick auf die weiteren Spiele
Am Sonntag (14 Uhr, MagentaSport) steigt in der Uber Arena Spiel drei der Serie zwischen Berlin und Köln. Die Eisbären müssen dringend eine Reaktion zeigen, um nicht in Rückstand zu geraten. Gleichzeitig reist München nach Mannheim, wo die Adler die Chance haben, mit einem dritten Sieg den Finaleinzug fast perfekt zu machen.
Die Play-offs der DEL zeigen einmal mehr, dass in den entscheidenden Phasen jeder Spieler gefordert ist und vermeintliche Favoriten wie München gehörig unter Druck geraten können. Die kommenden Spiele versprechen weiterhin spannendes Eishockey auf höchstem Niveau.



